Wetter in NRW: Milde Temperaturen machen Lust auf Eis und Spaziergang

Bis zu 18 Grad in NRW: Frühlingswetter macht Lust auf Eiscafé und Spaziergänge

Eiscreme, Spaziergänge und vielleicht sogar das erste Angrillen im Garten: Das Frühlingswetter lockt die Menschen am Wochenende nach draußen. Wie das Wetter zum Wochenanfang wird.

Sonnenbrille statt Schal und Mütze: Das frühlingshafte Wetter in Nordrhein-Westfalen hat am Wochenende viele Menschen vor die Haustür gelockt. Unter dem strahlend blauen Himmel stellten Eiscafés ihre Stühle in die Sonne. Jogger trauten sich in T-Shirt und knielanger Sporthose raus. Im Laufe der kommenden Woche soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mild bleiben, aber wieder etwas trüber werden.

Am Wochenende blieb es vielerorts durchweg sonnig. „Sehr viele Sonnenstunden, kein Wölkchen weit und breit“, sagte eine DWD-Meteorologin. „Es ist auf jeden Fall das wärmste Wochenende des Jahres“. Die 20-Grad-Marke wurde aber nicht geknackt: Arnsberg im Sauerland erreichte den NRW-Höchstwert mit Temperaturen bis zu 18,2 Grad.

Viele Menschen nutzten das Wochenende für Spaziergänge an Rhein und Ruhr oder für einen Familienausflug in den Zoo: „Wir haben sehr gute Besucherzahlen und sind sehr, sehr zufrieden“, teilte ein Sprecher des Kölner Zoos am Sonntag mit. „Wenn die Sonne scheint, ist natürlich Zoowetter“. Das freue auch die Bewohner des Tierparks - bei einigen erwachten sogar schon die Frühlingsgefühle, so der Sprecher.

Von dem guten Wetter profitierten auch die Cafés in NRW. Die Duisburger Eisdiele „Panciera“ zum Beispiel öffnete früher als geplant. „Es lief gut. Die Leute haben alle gute Laune und sind froh, dass wir wieder da sind“, sagte die Mitarbeiterin Snjezana Mancuso. Klassische Eissorten wie Schokolade oder Amarena, aber auch die fruchtigen Varianten gingen bei den Temperaturen oft über den Verkaufstresen.

Auch in anderen Bundesländern zieht es die Menschen in die Sonne: Ausflügler hielten die Nase in Küstenorten an Ost- und Nordsee in den Wind. Hartgesottene hielten schon mal einen Zeh ins kühle Nass, vereinzelt ließen sich Stand-up-Paddler über das Wasser treiben. Am weitläufigen Strand von St. Peter-Ording verloren sich die Spaziergänger auf der stellenweise bis zu zwei Kilometer breiten Sandbank. In vielen städtischen Fußgängerzonen hingegen herrschte zumindest am Samstag besonders dichtes Gedränge. „Es ist deutlich mehr los auf den Straßen. Die Leute sind spürbar hungrig nach Sonne“, berichtete eine Sprecherin der Kieler Polizei.

In Berlin öffneten einige Biergärten und Cafés bei bis zu 16 Grad und wolkenlosem Himmel außerplanmäßig. „Bei uns gibt es passend zur Sonne spontan DJ-Musik“, sagte eine Mitarbeiterin eines Biergartens. Vor Eisdielen bildeten sich Schlangen. So mancher Jogger kramte die kurze Hose aus dem Schrank, einige Mutige wagten sich auf ein paar Schwimmzüge in Seen. Schneeglöckchen und Krokusse schmückten bereits etliche Parks und Gärten. Nachteile hatte das Frühlingswochenende für Allergiker: Die Hauptblüte von Hasel und Erle stehe zwar noch aus, es seien aber schon einige Pollen unterwegs, hieß es vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

In Brandenburg wurde bereits „Kurtchen Rotschnabel“ gesichtet: Der Storch in Bad Freienwalde sei in fast jedem Jahr der erste Rückkehrer und treffe stets Ende Februar oder Anfang März ein, hieß es vom Verband Naturfreunde Deutschlands. Seine Partnerin „Erna Schwanzfeder“ wird etwas später erwartet. Für Frühlingsgefühle sorgen die milden Temperaturen bereits bei Kranichen und Seeadlern im Nordosten. „Die ersten Kraniche sind aus Winterquartieren zurück und einige Seeadler beginnen zu balzen“, hieß es von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern (OAMV).

Verantwortlich für Sonne und Wärme ist das Hoch „Dorit“. Sein Einfluss bleibt auch in den kommenden Tagen spürbar: In der kommenden Woche soll es zunächst sonnig bleiben mit Höchsttemperaturen von 15 bis 18 Grad. Ein Tief mit Wolken und Regen zieht laut DWD in der Nacht auf Dienstag auf. Über Tag werde es bei Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad kühler, am Mittwoch wechseln sich Sonne und Wolken ab.

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(ham/dpa)
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