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Wetter in NRW: Der erste Schnee 2017 des Winters in der Region

Schnee in der Region : Autofahrer trotzen dem Winterwetter

Die Befürchtungen vieler Pendler haben sich zumindest rund um Düsseldorf nicht bestätigt - ein großes Verkehrschaos blieb trotz des Schnees bisher aus. Vereinzelt kommt es aber zu Unfällen mit Blechschaden und Bahn-Störungen.

Wie uns die Polizei Düsseldorf um kurz nach 7 Uhr sagte, gab es bislang im Stadtgebiet und auf den Autobahnen lediglich sechs "witterungsbedingte Unfälle". Dabei blieb es bei kleineren Blechschäden, niemand wurde verletzt. Bis 8 Uhr gab es drei weitere Unfälle, bei einem entstand ein Schaden von 10.000 Euro. Der Verkehr beispielsweise auf der A46 und der B8/Witzelstraße floss am frühen Morgen ohne Probleme. Auch die Polizei im Kreis Mettmann verzeichnete einige Blechschäden ohne Verletzte.

Sechs Menschen wurden bei einem laut Polizei "möglicherweise" durch Schneeglätte bedingten Unfall in Grevenbroich verletzt. Auf der Landstraße 213 geriet ein Mann aus Köln auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem anderen Auto zusammen. Beide Fahrer sowie vier weitere Personen im Wagen des Kölners wurden verletzt. Die Polizei sperrte die Landstraße für eineinhalb Stunden. Eine Sperrung gab es auch in Meerbusch, nachdem ein Reisebus in eine Böschung gerutscht war. In Solingen gab es nach Angaben der Polizei bis zum Vormittag elf witterungsbedingte Unfälle.

Die Rheinbahn meldet auf ihrer Facebook-Seite: In Düsseldorf, Mettmann und Neuss kommt es auf vielen Linien zu Verspätungen aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse und dem damit verbundenen hohen Verkehrsaufkommen. Vor allem Bahnen in Richtung Mettmann und Busse ins Bergische sind nach Auskunft eines Sprechers betroffen. Dort gebe es dann in der Regel Probleme an Steigungen - für die Busse selber oder durch querstehende Autos. In Düsseldorf sei die Situation "völlig entspannt" gewesen. Denn anders als bei Frost und klarem Wetter seien die Oberleitungen nicht eingefroren. Ab 8 Uhr hat sich die Lage bereits wieder normalisiert. .

Von "normalen Winterbetrieb" spricht der Düsseldorfer Flughafen. Die Start- und Landebahnen wurden geräumt und die Flugzeuge enteist. Es habe keine nennenswerten Verzögerungen gegeben.

Der Wintereinbruch hat bei der Deutschen Bahn für einige Zugausfälle und -verspätungen gesorgt. Davon betroffen war vor allem die Strecke zwischen Bochum und Essen, da der Schnee die Weichen verstopft hat. Die S-Bahnlinien S1, S3 und S9 sind teilweise ausgefallen oder verspätet gefahren. Die S1 fuhr aus Richtung Solingen nur bis Essen-Steele. Zwischen Steele und Dortmund hat die Deutsche Bahn 20 Taxen als Schienenersatzverkehr bereitgestellt. Kurz vor 9 Uhr war die Störung wieder behoben.

In Düsseldorf kam es bei der S11 zwischen Flughafen und Bergisch Gladbach zu Verspätungen. Die Störung ist laut Bahn behoben. Eine Weichenstörung zwischen Düsseldorf und Neuss Hauptbahnhof sorgte ab etwa 6 Uhr für knapp zwei Stunden dafür, dass es keinen Zwischenhalt gab. In Wuppertal gab es am Bahnhof Oberbarmen eine Weichenstörung und damit Ausfälle und Verspätungen bei der S7. Keine Probleme gab es am Dienstagmorgen laut DVG bei den Duisburger Bussen und Bahnen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll in den nächsten Tagen in NRW kein neuer Schnee fallen. Stattdessen sollen die Temperaturen sinken.

Schnee-Fotos unserer Leser sehen Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Januar 2017: Erster Schnee des Winters in der Region

(irz/see/dpa)