Weiße Aussichten Neuer Schnee in NRW – Düsseldorf auf der Grenze

Düsseldorf · Es schneit in NRW. Vielerorts liegen die ersten Flocken auf Dächern, Autos und Boden. In der Nacht zu Mittwoch zieht das nächste Schneetief über das Land. Die weiteren Aussichten.

Fotos: Schnee im Bergischen Land​ am 27. November 2023
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Der erste Schnee im Bergischen Land

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Foto: Joachim Rüttgen

Kurz vor dem meteorologischen Beginn des Winters am 1. Dezember passt sich auch das Wetter der Jahreszeit an. Mindestens bis Anfang nächster Woche dominieren in NRW kalte Luftmassen, sodass an einigen Tagen Dauerfrost herrscht, das heißt, sowohl nachts als auch tagsüber liegen die Temperaturen im Minusbereich. „Das haben wir schon lange nicht mehr gehabt“, sagt Daniel Jose-Tüns, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen. Und eine großräumige Milderung sei nicht in Sicht. Zur Kälte kommt wegen mehrerer Tiefdruckgebiete, die über das Land ziehen, in vielen Regionen auch noch Schnee hinzu – der teilweise sogar im Flachland liegen bleiben kann.

Größere Niederschlagsmengen sind laut Jose-Tüns vor allem in der Nacht zum Dienstag zu erwarten. Weiß wird es dabei etwa ab einer Höhe von 300 bis 400 Metern, damit sind vor allem das Sauerland, das Bergische Land, Siegerland und Eifel betroffen. Dort erwartet der Meteorologe Schneehöhen von zehn bis 20 Zentimetern, in Staulagen können es auch 25 Zentimeter werden. In der Nacht sinkt die Schneefallgrenze, sodass bis ins östliche Ruhrgebiet der Schnee auch im Flachland liegen bleibt. Rund ein bis fünf Zentimeter können dort zusammenkommen. „Weiter im Westen wird es dann eher nass und glatt, dort sind die Böden noch zu warm“, sagt Jose-Tüns. Der DWD hat entsprechende Warnungen für die betroffenen Regionen herausgegeben.

Am Dienstag bleibt es tagsüber meist niederschlagsfrei, im Bergland kann es aus dem Hochnebel heraus etwas grieseln. In tieferen Lagen lockern die Wolken auch mal auf, sodass Werte von bis zu plus drei Grad möglich sind. In der Nacht zu Mittwoch zieht dann ein weiteres Tief über Teile von NRW, das laut Jose-Tüns in seinem Einzugsgebiet überall Schnee bringt. In einem Streifen, der sich vom unteren Niederrhein über das Münsterland, das Ruhrgebiet bis Ostwestfalen zieht und auch das Bergische Land sowie das Sauerland tangiert, sind etwa fünf bis acht Zentimeter Schnee zu erwarten. „Wirklich präzise lässt sich das noch nicht sagen, die Lage verändert sich laufend“, sagt der Meteorologe. Derzeit sehe es so aus, dass etwa bei Düsseldorf die Grenze liege, es dort also eher regnet als schneit.

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Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

Am Mittwoch bleibt es weiterhin nasskalt, dazu kommt ein auffrischender Wind. In tieferen Lagen sind bis zu vier Grad möglich, sodass der Schnee schnell wieder schmilzt. Für den Donnerstag sehen die Prognosen der Wettermodelle laut Jose-Tüns noch sehr unterschiedlich aus. Am wahrscheinlichsten sei nach aktuellem Stand, dass es nur wenig Niederschlag gebe, also nicht mit erneutem Schneefall zu rechnen sei. „Bei der gerade herrschenden Nordwestwetterlage entstehen allerdings täglich neue Tiefs, wodurch sich die Vorhersagen häufig verändern“, erklärt der Meteorologe. Klar ist aber, dass es vorerst winterlich bleibt.

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