Im Schatten von Fußball: Wenn deine Sportart nur bei Olympia interessiert

Im Schatten von Fußball: Wenn deine Sportart nur bei Olympia interessiert

Leidenschaft statt Geld und Ruhm: Diese Sportler geben für ihren Traum alles

Noch sieben Tage bis zur WM, Fußball natürlich. Dass diesen Sommer auch die Leichtathletik-EM in Berlin stattfindet, interessiert kaum. Wie es sich anfühlt, wenn deine Sportart immer im Fußball-Schatten steht? Wir haben drei NRW-Talente aus den sogenannten Randsportarten getroffen.

Wer kann aus dem Stand sagen, wie die deutschen Fußballmänner bei der letzten Weltmeisterschaft abgeschnitten haben? Keine so schwierige Frage, auch wenn das schon vier Jahre her ist.

Wer aber kann sagen, wie die deutsche Tischtennismannschaft bei der WM im Mai abgeschnitten hat? Das dürften schon deutlich weniger wissen. Dass die Herren um den Düsseldorfer Spieler Timo Boll Platz 2 gemacht haben, war für viele höchstens eine Randnotiz – und vielleicht auch schnell wieder vergessen.

Wenn bei den Olympischen Spielen für die deutschen Sportler der erhoffte Medaillenregen ausbleibt, ist die Kritik in der Öffentlichkeit groß. Alle vier Jahre rücken die sogenannten Randsportarten in den Fokus. Nach Olympia verschwinden sie aber auch genauso schnell wieder - neben König Fußball ist kein Platz.

Für Randsportarten fehlt das Geld

Das merken die Vereine: Es fehlt oft an Geld, die Sportler haben wenig Zeit, weil sie Sport und Beruf unter einen Hut bringen müssen, manchmal sind die Trainingsbedingungen auch schwierig. Großzügige Sponsoren sind hier nicht die Regel.

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Spaß und Leidenschaft sind bei den Athleten trotzdem dabei – auch, wenn sie von der Jugend an fast alle Freizeit in den Sport stecken, mehrmals die Woche nach der Schule oder neben der Ausbildung trainieren und am Wochenende Wettbewerbe haben. Zum Beispiel der 17 Jahre alte Sven. Er geht auf das Tischtennis-Internat vom Deutschen Tischtennisbund DTTB in Düsseldorf - seine Familie lebt in Süddeutschland. Die 14-jährige Leonie kommt abends mehrmals die Woche zum Tischtennisverein Borussia Düsseldorf zum Training und spielt in der Jugendnationalmannschaft. Und für die 20 Jahre alte Jenny gilt es, den Leistungssport und ihre Ausbildung unter einen Hut zu bringen.

Wie das ist, und warum man trotz wenig Aussicht auf Geld und Ruhm am Ball bleibt, das erzählen die drei jungen Sportler in unserer Video-Reportage.

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