Statistik: Weniger Wohnungseinbrüche in NRW

Statistik : Weniger Wohnungseinbrüche in NRW

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in ganz Nordrhein-Westfalen ist im ersten Halbjahr 2014 deutlich gesunken. Die Statistik zeigt große Unterschiede innerhalb des Landes: Denn im Rheinland gibt es deutlich weniger und in Westfalen deutlich mehr Fälle von Einbrüchen.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um rund 1500 Fälle oder 4,8 Prozent auf 29.086 Fälle zurück, wie das NRW-Innenministerium am Dienstag zu einer Anfrage im Landtag bekanntgab. Entgegen diesem landesweiten Trends gab es in Westfalen deutlich mehr Einbrüche als 2013.

Jeder siebte Fall geklärt

Von den bekannt gewordenen Fällen wurde im NRW-Durchschnitt jeder siebte aufgeklärt - 2013 war es lediglich jeder neunte. In vier von zehn Fällen scheiterte der Einbruchsversuch bereits an vorhandenen Riegeln oder Alarmanlagen, wie der Sprecher des Innenministeriums Ludger Harmeier mitteilte. "Das zeigt, wie wichtig die Sicherung der eigenen vier Wände ist."

Die positiven Ergebnisse in NRW sind vor allem auf die stark gesunkenen Einbruchszahlen etwa in Oberhausen, Olpe, Bonn oder Mettmann zurückzuführen. In diesen Städten wurden weit über 30 Prozent weniger Einbrüche verzeichnet. In Düsseldorf sanken die verzeichneten Delikte um 14 Prozent auf 8364 Fälle. In der Millionenstadt Köln gab es acht Prozent weniger Einbrüche - allerdings damit immer noch über 9000 Fälle, gab.

Anstieg der Einbrüche in Münster

Dagegen haben vor allem in Westfalen die Wohnungseinbrüche stark zugenommen. So stiegen in Münster die verzeichneten Einbrüche um 10 Prozent auf 4009 Fälle und in Bielefeld um 43,4 Prozent auf 552 Fälle. In Hamm wurden sogar doppelt so viele Wohnungseinbrüche verzeichnet wie im Vorjahreszeitraum, die Anzahl stieg auf 274 Fälle. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich rund 55.000 Einbruchdiebstähle in Wohnungen begangen - NRW liegt damit im Bundesvergleich an der Spitze.

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(lnw)
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