Wenden: 14-Jähriger erwürgt Mitschüler - Angeklagter soll in psychiatrische Klinik

Teenager in Wenden erwürgt : 14-Jähriger soll in psychiatrische Klinik - acht Jahre Haft gefordert

Der Fall hat das Land erschüttert: Ein 14-Jähriger soll im Sauerland einen 16 Jahre alten Mitschüler erwürgt haben. Im Prozess gegen den Teenager geht die Staatsanwaltschaft von Mord aus.

In ihrem Schlussplädoyer forderte sie eine Haftstrafe von acht Jahren sowie eine Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus, wie eine Sprecherin des Landgerichts Siegen sagte. Der Gesetzgeber sieht dies vor, wenn Täter nicht oder nicht voll schuldfähig sind.

Während sich die Nebenkläger den Angaben zufolge dieser Forderung anschlossen, hat die Verteidigung des angeklagten Teenagers auf gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge plädiert und hält eine Haftstrafe von sechs Jahren für angemessen. Der Prozess findet aus Gründen des Jugendschutzes unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Im Oktober 2018 soll der damals 14-jährige Deutsche in Wenden den zwei Jahre älteren Mitschüler mit bloßen Händen erwürgt haben. Die Tat soll sich laut Anklage während der Unterrichtszeit in einem Waldstück nahe der Schule ereignet haben. Der Jüngere sei in den Älteren verliebt gewesen, aber von diesem zurückgewiesen worden. Es sei zum Streit und der Gewalteskalation gekommen.

Zu Prozessbeginn im April hatte der heute 15-Jährige gestanden. Das Urteil soll voraussichtlich am kommenden Donnerstag fallen.

(mba/dpa)
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