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WDR-Umfrage: Gesundheitsämtern fehlen Leute für Corona-Nachverfolgung

Zu wenige Ermittler : Gesundheitsämtern in der Region fehlen Leute für Corona-Nachverfolgung

In vielen Gesundheitsämtern fehlen massiv Mitarbeiter, um Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Einer Umfrage von WDR und NDR zufolge gibt es in Düsseldorf nur 52 statt der erforderlichen 155 Ermittler, in Duisburg sieht es noch schlechter aus.

Vielen Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen fehlt laut einer Umfrage von WDR und NDR Personal, um die Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Dieses Ergebnis habe eine Anfrage bei 54 NRW-Gesundheitsämter ergeben, berichtete der WDR am Donnerstag. Von den 32 Ämtern, die antworteten, hätten 21 die Vorgaben nicht erfüllen können. Nur die Gesundheitsämter in den Kreisen Heinsberg, Lippe und Warendorf hätten die Kontaktverfolgung komplett geschafft.

Laut einem Beschluss des Corona-Krisenkabinetts in Berlin soll im öffentlichen Gesundheitsdienst pro 20 000 Einwohner ein Kontaktnachverfolgungsteam aus fünf Personen im Einsatz sein. Tatsächlich hätten die Ämter meist deutlich weniger Mitarbeiter für diese Aufgaben, berichtete der WDR. Das Gesundheitsamt in Dortmund habe 47 statt 150 Corona-Ermittlern, Düsseldorf 52 statt 155. Duisburg habe derzeit nur 19 statt der empfohlenen 125 Mitarbeiter im Einsatz.

Der Umfrage zufolge sind die Gesundheitsämter auch durch andere Anforderungen stark belastet: So bräuchten etwa Kitas, Gastronomie und Nagelstudios Rat bei der Umsetzung der Schutzauflagen gegen die Corona-Pandemie.

(chal/dpa)