Wer betroffen ist Warnstreiks – so geht es Donnerstag und Freitag in NRW weiter

Düsseldorf · Angestellte im öffentlichen Dienst setzen in NRW ihren Arbeitskampf auch am Donnerstag und Freitag fort. Unter anderem soll der Flughafen Dortmund am Freitag bestreikt werden. Wer sonst noch betroffen ist.

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Der Verdi-Warnstreik geht weiter – so lief der Streik am Mittwoch

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Foto: dpa/Ann-Marie Utz

In Nordrhein-Westfalen sind am Donnerstag die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst fortgesetzt worden. Das berichteten die regionalen Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Vormittag. Vor allem in kommunalen Verwaltungen werde die Arbeit niedergelegt. In Recklinghausen beteiligten sich insgesamt 570 Beschäftigte der Stadtverwaltung, der Kreisverwaltung und der Sparkasse am Ausstand, wie Bernd Dreisbusch vom Verdi-Bezirk Mittleres Ruhrgebiet sagte. Bei den Stadtwerken Bochum seien ebenfalls zahlreiche Beschäftigte dem Streikaufruf gefolgt. Die Kundenberatung ist während des Warnstreiks telefonisch erreichbar, wie die Stadtwerke mitteilten.

Bestreikt werden nach Angaben der Gewerkschaft auch die Stadtverwaltung Bielefeld und der Ruhrverband. In Bottrop waren die Beschäftigten der Sparkasse sowie des Knappschaftskrankenhauses aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Weitere Warnstreiks im Nahverkehr sind hingegen nach Angaben der Verdi-Bezirkssprecher auch wegen des anstehenden Karnevalswochenendes in der laufenden Woche nicht geplant. „Zur Weiberfastnacht und zum Karnevalswochenende sollen Busse und Bahnen fahren“, sagte auch NRW-Sprecher Milbret.

Am Freitag sollen laut Ankündigung der Gewerkschaft sieben deutsche Flughäfen bestreikt werden. In NRW ist der Dortmunder Flughafen betroffen. Warnstreiks an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn sind nach Auskunft der Gewerkschaft in dieser Woche nicht zu erwarten. Man nehme Rücksicht auf „viele Mitarbeiter“ mit Angehörigen in der Erdbebenregion.

Auch am Mittwoch kam es zu Warnstreiks in NRW. Diese betrafen vor allem Stadtverwaltungen und kommunale Einrichtungen. Insbesondere Kindertagesstätten blieben vielerorts geschlossen, wie Udo Milbret, Verdi-Sprecher für NRW, sagte.

Bestreikt wurden nach Angaben der Gewerkschaft die Stadtverwaltungen in Oberhausen, Bochum, Essen, Gelsenkirchen und Duisburg. Auch die Verwaltungen in Remscheid und Solingen waren vom Ausstand betroffen. Am Niederrhein wurden unter anderem Beschäftigte der Verwaltungen in Krefeld, Tönisvorst und Moers in den Warnstreik gerufen. In Köln, Gelsenkirchen und im Kreis Minden-Lübbecke sollten die städtischen Kliniken bestreikt werden.

Vielerorts waren auch städtische Bäder, Betriebshöfe und Grünflächenämter betroffen. Zudem folgten Beschäftigte von Sparkassen, Schulen, IT-Dienstleistern und sozialen Diensten dem Aufruf. Bei Bus und Bahn gab es Ausfälle auf den Linien der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG). Es seien allerdings nur zehn Prozent der Fahrten betroffen gewesen, teilte NIAG mit. Weitere Warnstreiks im Nahverkehr sind nach Angaben der Verdi-Bezirkssprecher in der laufenden Woche nicht geplant. „Zur Weiberfastnacht und zum Karnevalswochenende sollen Busse und Bahnen fahren“, sagte auch NRW-Sprecher Milbret.

In der aktuellen Tarifrunde fordert Verdi 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr für die 640.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst in NRW. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen dies in Nordrhein-Westfalen als wirtschaftlich nicht verkraftbar ab. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.

(kag/dpa)
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