Warnstreik 2018 im öffentlichen Dienst: Deshalb stellt Verdi NRW auf die Geduldsprobe

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Deshalb stellt Verdi NRW auf die Geduldprobe

Busse, Bahnen, Kitas, Müllabfuhr: Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst treffen Hunderttausende Menschen in NRW. Aber worum geht es bei den Arbeitsniederlegungen überhaupt? Was verdient eigentlich ein Busfahrer? Ein Überblick.

Verdi-Vorstandsmitglied Wolfgang Pieper ließ am Mittwoch über die "Passauer Neue Presse" wissen: Mit den "Warnstreiks größeren Ausmaßes" wolle man ein Signal an die Arbeitgeber senden, sich in den Tarifverhandlungen zu bewegen. "In der Wirtschaft herrscht Festtagsstimmung, die Aktionäre reiben sich die Hände und die Steuereinnahmen sprudeln", sagte Pieper. "Jetzt ist die Zeit, die Beschäftigten an der guten konjunkturellen Entwicklung zu beteiligen und so den öffentlichen Dienst langfristig wieder attraktiver zu machen."

Die Gewerkschaften fordern für die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Zudem sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Pieper betonte, man wolle vor allem Verbesserungen für untere und mittlere Angestellte erreichen: "Gerade die Einstiegsgehälter sind wichtig, um in Konkurrenz zur freien Wirtschaft qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen." Man müsse die Lücke, wenn altersbedingt in den kommenden Jahren sehr viele Mitarbeiter wegbrechen, jetzt schon einkalkulieren.

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Die Arbeitgeber lehnen den geforderten Mindestbetrag ab. Eine abschließende Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. April stattfinden. Kurz davor sind neue Warnstreiks möglich.

Doch was verdienen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes eigentlich? Hier einige Gehaltsbeispiele nach Verdi-Angaben:

(oko)