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Waldwege in NRW: Viele Spazierwege nach Unwetter nicht passierbar

Löcher und umstürzende Bäume : Viele Waldwege in NRW nach Unwetter nicht passierbar

Durch den Starkregen sind in den südlichen und westlichen Landesteilen Nordrhein-Westfalens viele Waldwege nicht passierbar. Zum Teil wurden Wege unterspült, Bäume könnten umstürzen.

Das Umweltministerium berichtete am Montag von deutlichen Schäden an Waldwegen und der forstlichen Infrastruktur in den vom Unwetter stark betroffenen Gebieten der Eifel, des Sauerlandes und des Bergischen Landes. Der Landesbetrieb Wald und Holz warnt auch für das Siegerland vor aufgeweichten und zum Teil weggespülten Wegen, tiefen Löchern sowie der Gefahr, dass Bäume umstürzen könnten.

Für Radfahrer, die im Wald relativ schnell unterwegs seien, könnten Gefahrenstellen beispielsweise schlecht einsehbar hinter Kurven liegen. Auch Wanderer, Reiter und Jogger müssten in den nächsten Wochen mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen, erklärte der Landesbetrieb. Da an zahlreichen Stellen Wege komplett weggespült worden seien, seien lieb gewonnene Spazierrunden oft nicht mehr möglich. In den weit verzweigten Waldwegen hätten die Försterinnen und Förster sehr viele, aber längst noch nicht alle Schäden gefunden.

Das Land NRW stelle über den Landesbetrieb Wald und Holz 2,4 Millionen Euro für Kommunen und private Waldbesitzer bereit, um in den betroffenen Regionen die rasche Instandsetzung der Infrastruktur in den Wäldern zu unterstützen, erklärte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) bei einem Ortstermin im Königsforst bei Rösrath östlich von Köln am Montag. Außerdem habe die Landesregierung am Donnerstag unbürokratische und schnelle Soforthilfe von 5000 Euro auch für Forstbetriebe zur Bewältigung der akuten Probleme zugesagt.

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Die Schäden an der Infrastruktur im Forst behindern nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz auch die Bekämpfung der Borkenkäfer. Teils könnten weder Forstwirtschaftswege befahren werden, noch könne Holz über zerstörte Bahnstrecken abtransportiert werden. Aktuell schwärme jetzt die zweite Käfergeneration in diesem Jahr aus. Wichtig sei daher, dass befallenes Holz aus dem Wald zügig abtransportiert werde, um eine stärkere Verbreitung des Borkenkäfers zu verhindern.

(top/dpa)