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Garage in Bochum: Vermieter entdeckt vermutlich Lager von Geldautomatenbande

Garage in Bochum : Vermieter entdeckt vermutlich Lager von Geldautomatenbande

Die Banden sprengen Geldautomaten, sammeln das Bargeld ein und flüchten in PS-starken Limousinen. In Bochum ist ein Vermieter nun beim Öffnen einer lange nicht mehr bezahlten Garage auf ein verdächtiges Lager gestoßen.

Die Polizei bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Bild". Laut den Ermittlern fand der Vermieter, nachdem die Miete monatelang nicht bezahlt worden war, beim Öffnen einer seiner Garagen Gasflaschen, Chemikalien und einen in Holland gestohlenen Audi RS5.

Zusammenhang mit Bande "höchstwahrscheinlich"

Fluchtwagen dieses Typs hatten Gangster bei Geldautomaten-Sprengungen in NRW häufig verwendet. Das Landeskriminalamt (LKA) vermutet als Täter eine Szene von Kriminellen aus den Niederlanden, aber auch Trittbrettfahrer.

Die vom Vermieter eingeschaltete Polizei war am Mittwoch noch mit der "intensiven Spurenauswertung" beschäftigt. Ein Zusammenhang zwischen dem Zufallsfund und einer der Banden sei "höchstwahrscheinlich", die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen hatte sich im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen von 67 im Vorjahr auf 136 Fälle mehr als verdoppelt. LKA-Chef Uwe Jacob hatte im Dezember davor gewarnt, dass die Täter wie in den Niederlanden künftig auch in NRW zu Sprengstoff statt Gas greifen könnten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Geldautomaten-Sprengungen in der Region - Chronik bis Sommer 2017

(lsa/lnw)