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Verkehr in NRW: Schnee sorgt für Sperrungen auf Autobahnen - Fahrverbote verlängert

Schnee und Eisregen : Lage auf NRW-Autobahnen kritisch - Fahrverbote für Lastwagen

Heftige Schneeverwehungen haben in Teilen NRWs für Sperrungen und Staus auf den Autobahnen gesorgt. Einige Strecken wie auf der A2 mussten gesperrt werden. Auch bei der Bahn ging stellenweise nichts mehr. Mit Einschränkungen muss dort auch am Montag noch gerechnet werden.

Weil Eis und Schnee viele Autobahnen zu einer Rutschpiste machen, haben die Behörden das Fahrverbot für Lastwagen im Münsterland und in Ostwestfalen verlängert. Bis Sonntagabend um 20 Uhr dürften Lkw über 7,5 Tonnen nicht auf den Autobahnen in den Regierungsbezirken Münster und Detmold unterwegs sein, teilte die Polizei mit. Heftige Schneeverwehungen hatten zuvor in der Region große Probleme auf den Fernstraßen verursacht. Einige Autobahnen waren zeitweise gesperrt, anderswo ging es nur im Schneckentempo voran.

Den Bericht zur aktuellen Lage am Montagmorgen (08.02.2021) finden Sie hier.

Die Autobahn 2 von Dortmund in Richtung Hannover musste zwischen Bielefeld-Süd und Bielefeld-Ost wegen des massiven Schneefalls am Sonntagmorgen zeitweise gesperrt werden. Der Winterdienst war am Bielefelder Berg nicht mehr mit dem Räumen der Fahrbahn hinterhergekommen. Nach rund zwei Stunden wurde die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben. „Der Verkehr auf den Autobahnen läuft wegen des Schneechaos in weiten Teilen zähfließend“, schrieb die Polizei bei Twitter.

Der Deutsche Wetterdienst hatte im Vorfeld bereits gewarnt, dass vor allem Schneeverwehungen zu Problemen führen könnten. Ein starker Ostwind wehte den vielen Neuschnee aus der Nacht immer wieder auf die gerade geräumten Fahrbahnen. Auch im Bielefelder Stadtgebiet waren zahlreiche Straßen nicht passierbar. Autos seien in tiefen Schneewehen steckengeblieben.

Auf vielen Autobahnen vor allem im Münsterland, in Ostwestfalen und im Ruhrgebiet kam es nach Angaben der Verkehrszentrale NRW zu Staus und Verzögerungen - Autos konnten vielerorts nur sehr langsam fahren. „Wo der Räumdienst war, türmt sich kurze Zeit später wieder der Schnee“, berichtete eine Reporterin aus dem Kreis Minden-Lübbecke im äußersten Nord-Osten Nordrhein-Westfalens.

Von Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen ist es zu bislang 222 Unfällen aufgrund des Wetters gekommen, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am frühen Sonntagmorgen. Dabei seien zwei Menschen schwer und 26 leicht verletzt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa eine Million Euro.

Die Winterdienste waren auf einen der größten Einsätze seit Jahren eingestellt. Behörden hatten appelliert, dass Autofahrer, wenn überhaupt nötig, nur mit vollem Tank, Winterreifen und Decken zum Wärmen loszufahren sollten.

Derweil wird der Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn auch am Montag wegen der starken Schneefälle und des heftigen Windes deutlich eingeschränkt sein. Die Kulanzregelung für Reisende im Fernverkehr werden laut Bahn auf Tickets für Fahrten am 8. Februar ausgeweitet. Bereits gebuchte Fahrkarten können demnach bis einschließlich 7 Tage nach Störungsende flexibel genutzt oder kostenfrei storniert werden.

Für Sonntag erklärte die Bahn, die verschärfte Wetterlage sorge derzeit im Bahnknoten Erfurt für weitere Einschränkungen im Fernverkehr. Es fahren demnach keine Züge von Frankfurt/Main und Kassel in Richtung Osten. Auf der Verbindung Halle/Leipzig/Magdeburg komme es weiter zu Ausfällen der Fernverkehrslinien.

Auch im nördlichen Nordrhein-Westfalen sei der Bahnverkehr weiter stark eingeschränkt. „In Niedersachsen, Bremen und insbesondere im Großraum Hannover gibt es keine Entspannung der Lage“, hieß es weiter.

In besonders schwer vom Winterunwetter betroffenen Regionen gibt es laut Bahn Aufenthaltszüge für Reisende, etwa in Hamburg, Hannover, Dortmund, Münster, Halle, Leipzig und Kassel. Dort können sich gestrandete Fahrgäste aufwärmen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wintereinbruch mit Eisregen und Schnee in NRW

(top/dpa)