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Essen: Verfahren gegen Besetzer von Thyssen-Krupp-Gebäude

Essen : Verfahren gegen Besetzer von Thyssen-Krupp-Gebäude

Die Hausbesetzer des Thyssen-Krupp-Gebäudes in Essen haben das Gelände am Montagabend verlassen. Eine Hundertschaft der Polizei war den ganzen Tag vor Ort. Bei Auseinandersetzungen wurden die Einsatzkräfte unter anderem mit Urin bespritzt.

Am Montagabend gegen 20.20 Uhr war das Gebäude der Firma ThyssenKrupp an der Fronhauser Straße in Essen wieder geräumt. Nach mehrmaligen Aufforderungen der Polizei, das Gebäude wieder zu verlassen, kamen gegen 19.30 Uhr fünf Frauen und vier Männer aus dem Haus. Kurze Zeit später folgten vier weitere Männer, die zuvor vermummt auf dem Dach ausgeharrt hatten.

Die Polizei stellte die Personalien der Besetzer fest. Sie erwartet ein Strafverfahren.

In der Nacht zu Montag hatten die Mitglieder der Gruppe "Rat der R.Ä.P.U.B.L.I.K." das leerstehende Werksgebäude besetzt. Im Laufe des Montags versammelten sich etwa 50 Menschen zu einer Spontandemonstration vor dem Gebäude.

Vermummt bespritzten einige der Hausbesetzer die Polizisten mit Urin und verbarrikadierten sich in dem ehemaligen Verwaltungstrakt. Gegen Mittag nahmen Beamte eine Frau und einen Mann in Gewahrsam, nachdem sie das Gebäude verlassen und nach der Feststellung ihrer Personalien den anschließenden Platzverweis nicht befolgt hatten. Ihre minderjährige weibliche Begleitung entließen die Polizisten in die Obhut von Erziehungsberechtigten.

Bereits 2010 hatte die Gruppe ein leerstehendes DGB-Haus besetzt, 2013 die Hauptschule Bärendelle über mehrere Tage. Das Gebäude war damals von der Polizei geräumt worden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Thyssen-Krupp in Essen: Aktivisten besetzen Gebäude

(ots)