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Urlaub in Holland 2020: Corona-Regeln & Lockerungen in den Niederlanden

Designer-Outlet, Camping, Strandpavillons : Niederlande lockern Maßnahmen - Holland-Urlaub wieder möglich

Auch die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter gelockert und einen Plan zur schrittweisen Rückkehr zur Normalität vorgelegt. Was heißt das für den Holland-Urlaub?

Urlaub

Touristen dürfen seit dem 1. Juli wieder in die beliebten holländischen Feriengebiete reisen. Seit dem 16. September gelten für die Provinzen Nord- und Südholland jedoch Reisewarnungen.

Einkaufen

Die Kommunen in der Grenzregion rieten zu Beginn noch von Besuchen zum Shoppen ab, um Gedränge in den Zentren zu verhindern. Immer mehr Geschäfte haben mittlerweiler aber wieder geöffnet, da die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben wurden. Das gerade bei Konsumenten aus Nordrhein-Westfalen populäre Designer-Outlet in Roermond ist seit Anfang Mai wieder geöffnet. Ebenso wie die „2 Brüder aus Venlo“. In Rotterdam und Amsterdam gilt ab Anfang August eine Maskenpflicht. Die Regelung gilt für alle Menschen, die 13 Jahre und älter sind. Von den Maßnahmen betroffen ist auch das bekannte Rotlichtviertel in Amsterdam. Wie die Behörden in Amsterdam mitteilten, müssen ab dem 5. August an belebten Plätzen der Hauptstadt Alltagsmasken getragen werden. Die Regelung gilt demnach auch für das Rotlichtviertel, wo Prostituierte hinter Glasscheiben stehen und ihre Dienste anbieten. Die Bordelle konnten am 1. Juli wieder öffnen, nachdem das Rotlichtviertel wegen der Corona-Pandemie für fast drei Monate geschlossen wurde.

Auch in der Hafenstadt Rotterdam besteht ab dem 5. August in den Einkaufsvierteln und in Einkaufszentren eine Maskenpflicht. Bei Verstößen sollen in beiden Städten Bußgelder von 95 Euro verhängt werden. Wer gegen die allgemeinen Corona-Maßnahmen verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 400 Euro rechnen.

Außerdem darf über das Wochenende in den Geschäften im Rotlichtviertel kein Alkohol verkauft werden. Das Verbot gilt nicht für Kneipen und Restaurants.

Essen und Trinken

Restaurants und Cafés sind geöffnet. Seit dem 1. Juli gibt es keine Höchstzahl von Besuchern, solange die Abstandsregeln von eineinhalb Metern eingehalten werden. Im Vorfeld wird bei den Besuchern durch das Personal ein Gesundheitskontrolle durchgeführt. Auch draußen auf der Terrasse sind die Besucher verpflichtet, sich an einen Tisch zu setzen und eineinhalb Meter voneinander entfernt zu bleiben. Party-Cafés und Clubs bleiben vorerst bis zum 1. September geschlossen.

Sport

Im Freien darf wieder Sport getrieben werden, solange man dabei keinen Körperkontakt mit anderen hat. Also Tennis, Golf und Schwimmen sind seit dem 11. Mai erlaubt, beispielsweise Fußball aber nicht. Am 24. Juni wurde beschlossen, dass die niederländische Fußballiga am 1. September wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen wird.

Kultur

Seit dem 1. Juli können Kinos, Theater, Kirchen und Gaststätten wieder unbegrenzt Besucher empfangen - vorausgesetzt alle halten einen Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern ein. Auch Museen dürfen wieder Besucher empfangen - vorausgesetzt, diese melden sich vorher online an.

Laut ADAC sind derzeit maximal 100 Personen in Innenräumen erlaubt. Mit Platzreservierung und vorherigem Gesundheits-Check in beispielsweise Kinos, Cafés oder Restaurants sind auch mehr als 100 Personen erlaubt. In Außenbereichen dürfen sich maximal 250 Personen versammeln.

Regeln

Im öffentlichen Nahverkehr wurden am 1. Juli fast alle Einschränkungen aufgehoben. Reisende müssen aber eine Maske tragen. Jahrmärkte und Festivals im Freien sind wieder möglich. Auch Sexarbeiter dürfen wieder ihre Dienste anbieten.

Nach den Sommerferien wird der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen. Schüler dürfen dann auch wieder direkt nebeneinander sitzen.

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(hsr/dpa)