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Unwetter: Wetterdienst rechnet mit weiteren Gewittern

Gewitter, Hagel, Starkregen : Wetterdienst hält weitere Unwetter für möglich

Nach den Unwettern der vergangenen Nacht drohen zum Abend hin neue Gewitter in NRW. Nach Angaben der Wetterdienste sind Hagel und Starkregen möglich. "Die Ausgangslage ist mit der von gestern vergleichbar", sagt ein Meteorologe.

Nicht nur in NRW, sondern auch anderen Regionen Deutschlands drohen in der Nacht weitere heftige Gewitter. "Dabei kann es schweren Hagelschlag, heftigen Starkregen und orkanartige Böen oder Orkanböen geben", meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Dienstag.

Ausgenommen seien "höchstens" der Südosten und der äußerste Nordwesten Deutschlands - hier seien die Gewitter seltener und schwächer, aber nicht ausgeschlossen. Nordrhein-Westfalen hatte in der Nacht zum Dienstag nach Einschätzung von Wetterexperten eines der stärksten Unwetter seit Jahren erlebt.

Für ganz NRW ist auf unwetterzentrale.de eine Vorwarnung ausgegeben, Warnstufe Rot möglich. Der Wetterdienst hält heftige Gewitter mit schweren Sturmböen, Starkregen, und Hagel mit Körnern einer Größe zwischen drei und fünf Zentimetern für möglich.

Auch der Deutsche Wetterdienst spricht von "teilweise hoher Unwettergefahr, vor allem im Norden und Westen."

Laut DWD bildeten sich am Nachmittag Gewitterzellen im Bergischen Land und Weserbergland. Zudem ziehe eine Gewitterzelle von Belgien in Richtung NRW. Seit dem frühen Abend gilt die Warnung für Düsseldorf, nach der mit neuen Gewittern in NRW zu rechnen ist, welche bis in die Nachtstunden andauern können. Für den frühen Abend gaben die Meteorologen bereits eine Unwetterwarnung für den Rhein-Kreis Neuss und den Raum Düsseldorf heraus. Dort blieb es aber nach

Eine gleichstarke Unwetterlage wie am 09.06.2014 könne aufgrund ähnlicher Luftverhältnisse nicht ausgeschlossen werden. Der Westen, Niederrhein, Münsterland und Regierungsbezirk Detmold sollen dabei hauptsächlich betroffen sein. (Quelle: Polizei Düsseldorf)

Dabei sind Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, schwere Sturmböen um 100 km/h - lokal Orkanböen bis 130 km/h, sowie Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter möglich. Die Gewitter-Gefahr besteht bis Mittwoch, 12 Uhr. Konkretere Hinweise will der DWD im Laufe des Abends bekanntgeben.

Entsprechend vorsichtig sollten sich Bewohner der Gebiete verhalten, die schon in der vergangenen Nacht von den Unwettern heimgesucht wurden. Windböen und Starkregen können weitere Äste und Bäume abbrechen lassen, die der Sturm bereits in Mitleidenschaft gezogen hat.

Auch in anderen Regionen Deutschlands ist mit Gewittern zu rechnen. Am Mittwoch werde es im Südosten, am Donnerstag im Süden Gewitter geben, die sich lokal zu Unwettern entwickeln könnten, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag.

Danach werde das Schlimmste überstanden sein. "Am Freitag sollte sich die Wetterberuhigung bei angenehmen Temperaturen allgemein durchgesetzt haben." Im Süden werden nur noch höchstens 27 Grad erreicht, im Norden 16 bis 21 Grad.

Bis dahin ist noch vielerorts Schwitzen angesagt: Am Mittwoch klettern die Temperaturen im Osten und Süden noch einmal über 30 Grad, während im Westen und Norden schon angenehme 21 bis 26 Grad herrschen. Am Donnerstag sind Gewitter im Süden bei bis zu 27 Grad unterwegs, sonst ist es meist trocken bei 20 bis 25 Grad. Am Freitag gibt es nur noch am Alpenrand Gewitter.

Die Hitzewarnung des DWD galt auch am Dienstag für fast ganz Deutschland. Ausgenommen waren nur die Küsten und der Norden.

(dpa)