Schaden an Wuppertaler Schwebebahn Starkregen und Gewitter ziehen über das Ruhrgebiet – Wohnsiedlung überflutet

Gelsenkirchen · In der Nacht zu Donnerstag sind heftige Gewitter über NRW gezogen, teils mit Starkregen und Hagel. Im Ruhrgebiet galt eine Unwetterwarnung. In Gelsenkirchen standen Straßen unter Wasser, in Essen wurde ein Wohngebiet überflutet.

Unwetter NRW: Wohnungen im Ruhrgebiet überflutet – Schwebebahn steht still
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Unwetter zieht über das Ruhrgebiet – Schwebebahn in Wuppertal steht still

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Foto: Tim Oelbermann

Ein schweres Gewitter mit heftigem Regen hat in der Nacht zum Donnerstag in einigen Städten des Ruhrgebiets zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. So mussten in Gelsenkirchen Menschen aus ihren Fahrzeugen gerettet werden, weil mehrere Autobahnunterführungen unter Wasser standen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Zahlreiche Straßen, Keller und tieferliegende Wohnbereiche seien in kürzester Zeit überflutet worden. Zudem sei ein Regenrückhaltebecken übergelaufen und habe benachbarte Straßen geflutet. Einige Straßen in Gelsenkirchen seien teilweise nur noch mit Schlauchbooten zu passieren gewesen, hieß es. Bis zum Morgen war die Feuerwehr wegen des Gewitters zu mehr als 300 Einsätzen gerufen worden, die sie nach und nach abarbeite. Auch Bäume seien umgekippt.

Umliegende Städte waren ebenfalls betroffen: So sei die Feuerwehr in Essen in der Nacht mit allen Kräften unterwegs gewesen, um rund 90 unwetterbedingte Einsätze zu bewältigen, sagte ein Sprecher. Dort stand unter anderem in einem Wohngebiet das Wasser bis zu einem Meter hoch. Betroffen waren etwa zehn Wohnhäuser. Die Feuerwehr sei mit einer Hochleistungspumpe angerückt, die bis zu 6000 Liter Wasser pro Minute abpumpen könne. Auch andernorts seien Keller und Souterrain-Wohnungen teilweise bis zur Zimmerdecke vollgelaufen. Auch Gullydeckel hätten dem Wasserdruck in der Kanalisation nicht standgehalten und seien „regelrecht aus der Straßendecke katapultiert“ worden, teilte die Feuerwehr mit.

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Foto: dpa/Oliver Berg

Die Feuerwehr Dortmund rückte nach eigenen Angaben 30 Mal wegen des Unwetters aus. Bis zu einem Meter hohes Wasser habe auch in Herne einige Straßen zeitweise unpassierbar werden lassen, hieß es bei der örtlichen Feuerwehr. Die Einsatzkräfte dort rückten ebenfalls mehr als 30 Mal aus. In Recklinghausen befreite die Feuerwehr drei Autos, die sich auf einer unter Wasser stehenden Straße festgefahren hatten.

In Wuppertal stand am Donnerstag die Schwebebahn in Folge des Gewitters still. In der Nacht hatte sich eine Arbeitsplattform gelöst und war gegen das Gerüst geprallt, wie die Stadtwerke mitteilten. Bevor der Verkehr aufgenommen werden könne, müsse sie geborgen und das Gerüst inspiziert werden. Die Bahn könne erst Freitagmorgen wieder fahren.

Berichte zu Verletzten gibt es bislang nicht.

Die WDR-Wetterstation in Waltrop-Abdinghof vermeldet, dass innerhalb von sechs Stunden 68 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert wurden, an der Uni Dortmund fielen in dem Zeitraum 45 Liter. In Düsseldorf wurden laut WDR 34 Liter gemessen.

Im Laufe des Tages soll es in der Region warm und schwül werden, am Nachmittag kann es erneut zu Gewittern kommen.

Auch in Hessen gab es Warnungen wegen der Unwetter - der Flughafen sagte zahlreiche Flüge ab.

(toc/dpa)
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