1. NRW
  2. Panorama

Unwetter NRW: Starkregen am Samstag erwartet - DWD-Warnung

Schauer und Gewitter am Samstag : DWD sagt lokale Starkregen-Ereignisse am Samstag voraus

Am Wochenende kann es in NRW wieder zu Unwettern kommen. So verheerend wie in der vergangenen Woche werden sie aber wohl nicht werden. Welche Auswirkungen könnte neuer Regen auf die überschwemmten Straßen haben?

An diesem Wochenende kann es in NRW wieder zu teils heftigen Regenfällen kommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Samstagnachmittag und -abend von Südwesten Schauer und einzelne, teils kräftige Gewitter vorher. Dabei seien „lokal eng begrenzt“ Unwetter durch heftigen Starkregen möglich, berichtete der DWD am Samstagmorgen.

Auf ganz Deutschland bezogen ist ab Samstagnachmittag mit teils kräftigen Schauern und Gewittern von Westfalen und Nordhessen bis nach Südniedersachsen hinein und an den Alpen zu rechnen, am frühen Abend auch im Südwesten. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit könne es regional auch zu Platzregen mit lokaler Überschwemmungsgefahr kommen. In einigen Regionen könnten größerer Hagel und Sturmböen oder schwere Sturmböen hinzukommen.

Lokale Überflutungsgefahr: Wochenende bringt Schauer und Gewitter

Die erwartbaren Regenmengen für NRW gab die Wetterbehörde in ihrem um 4.28 Uhr veröffentlichten Warnlagebericht für NRW mit 25 bis 40 Litern Regen pro Quadratmeter „in kurzer Zeit“ an. „In mehreren Stunden können örtlich auch um 60 Liter pro Quadratmeter fallen“, hieß es weiter. Zum Vergleich: In der vergangenen Woche hatte flächendeckender Dauerregen mit Regenmengen von teilweise über 180 Litern pro Quadratmeter für die Hochwasser-Katastrophe in Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz gesorgt. Diese wurden aber über einen Zeitraum von 24 Stunden gemessen, die Regenschauer am Wochenende werden wohl nicht so lange dauern. Was aktuell an diesem Wochenende in den Hochwassergebieten passiert, berichten wir auch in unserem Liveblog.

  • Flutkatastrophe: Diese Hochwasser-Schäden werden uns noch Monate begleiten
  • Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern.
    Kräftige Gewitter am Samstag : Deutscher Wetterdienst warnt von Unwettern und Starkregen
  • Nach Hochwasser-Katastrophe : Städte und Kreise in NRW bereiten sich auf Starkregen vor

Vereinzelt rechnen die DWD-Meteorologen am Samstag auch mit Sturmböen der Stärke 9 (um 80 Stundenkilometer) und kleinkörnigem Hagel. Die Behörde betonte, dass eine genaue Lokalisierung der Schwerpunkte – wenn überhaupt – nur sehr kurzfristig möglich sein werde.

Der DWD sah – anders als Anfang vergangene Woche – keine Veranlassung für eine Unwetter-Vorwarnung oder gar eine amtliche Unwetterwarnung. Die Gewitter sollen in der Nacht zum Sonntag abklingen. Auch am Sonntag kann es dann laut DWD aber gebietsweise noch kräftige Schauer und Gewitter geben. Dabei seien einzelne Gewitter mit Starkregen bis in den Unwetterbereich möglich, hieß es. Die Schauer- und Gewittertätigkeit soll in der Nacht zum Montag weitgehend abklingen. Die Temperaturen erreichen bis zu 23 Grad im Raum Aachen und bis zu 28 Grad in Ostwestfalen.

Besonders für die Betroffenen der Flutkatastrophe wären erneute Starkregenfälle verheerend. Zwar sinken die Pegelstände, das trockene Wetter der kommenden Tage wird Aufräumarbeiten möglich machen. Doch erneute Regenfälle könnten zu einer Verschlechterung der Lage führen. Besonders die zum Teil unzugänglichen Straßen könnten dann betroffen sein.

Nilgün Ulbrich, Sprecherin von Straßen.NRW sagt, erneute schwere Regenfälle würden die Situation vor Ort verschlimmern. „Es gibt in den Gebieten ganz unterschiedliche Arten von Schäden, wir sind noch dabei uns ein vollständiges Bild zu machen“, sagt sie. Je nach Schaden könnten erneute Regenfälle verheerend sein. „Zumal an vielen Stellen das Wasser auch erst einmal vollständig versickern muss, bis wir einen Überblick über die Bodenbeschaffenheiten haben“, sagt sie. Erst im trockeneren Zustand könne man abschließend beurteilen, ob sich die Erde eventuell noch absenken wird. Regnet es erneut, wird auch diese Einschätzung wieder erschwert.

Den Kreis Düren erreichten in den vergangenen Tagen Anrufe von besorgten und verunsicherten Bürgern wegen der Wetter-Prognose für das Wochenende. „Der Wasserverband hat in Urft- und Rurtalsperre wieder Stauraum geschaffen, so dass die am Wochenende nach den jetzigen Warnungen zu erwartenden Niederschläge aufgenommen werden können“, teilte der Kreis am Mittwoch mit. „Hinzu kommt, dass die Böden beginnen wieder zu trocknen und damit schon wieder einen Teil des Wassers aufnehmen können.“

Kostenpflichtiger Inhalt Wie genau sich NRW auf die neuen Unwetter vorbereitet, lesen Sie hier.

Dieser Text wurde in den vergangenen Tage immer wieder aktualisiert.

(mit dpa)