Unwetter in NRW - Probleme bei der Bahn durch Gewitter im Rheinland

Unwetter in NRW : Gewitter und Starkregen am Morgen - Blitz schlägt in Häuser ein

Die neue Woche beginnt mit Unwetter: Am Morgen zogen dunkle Wolken über NRW, es blitzte und regnete heftig. In Düsseldorf hat ein Blitz in ein Haus eingeschlagen, in Mülheim wurde ein Stellwerk der Bahn lahmgelegt.

Laut der Website des Wetterdienstes (DWD) zogen die Gewitter vom Südwesten von NRW auf. Dabei gab es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen von um die 30 Liter pro Quadratmeter in der Stunde. Außerdem stürmte es mit Böen bis 85 km/h und es hagelte laut DWD mit Korngrößen um die drei Zentimeter.

Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes am Montagmorgen kurz nach 6 Uhr. Foto: Screenshot Deutscher Wetterdienst (DWD)

Die Warnung galt zunächst bis 8 Uhr morgens und bestand für Essen, Mülheim (Ruhr), Oberhausen, Duisburg, Krefeld, Düsseldorf, Mönchengladbach, den Rhein-Kreis Neuss, sowie Teile der Kreise Mettmann, Viersen, Heinsberg, Aachen, Bergheim und Düren. Auch die Warn-App „Nina“ verschickte eine Meldung an die Nutzer. Um 7 Uhr waren die gröbsten Gewitter vorbei, örtlich kann es aber immer noch stark regnen. Am Mittag könnte es laut DWD aber in der Südosthälfte von NRW wieder zu Gewittern mit Starkregen kommen.

In Düsseldorf soll ersten Angaben der Feuerwehr zufolge ein Blitz in das Dach eines Hauses im Stadtteil Unterrath eingeschlagen haben. Eine Person wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht, um einen Stromschlag auszuschließen. Außerdem sei ein Baum im Stadtgebiet umgeknickt und musste beseitigt werden. Insgesamt hatte die Feuerwehr Düsseldorf bis 8 Uhr fünf wetterbedingte Einsätze. „Das ist sehr überschaubar fürs Stadtgebiet“, sagte ein Sprecher zu unserer Redaktion.

In Neuss-Hoisten ist ebenfalls ein Blitz in ein Haus eingeschlagen. Die Feuerwehr musste den Dachstuhlbrand mithilfe einer Drehleiter löschen.

In Mülheim-Styrum hat ein Blitz nach Angaben der Deutschen Bahn in ein Stellwerk eingeschlagen. Es gibt eine Signalstörung, wodurch es auf mehreren Bahnstrecken im Berufsverkehr zu Verspätungen und Teilausfällen kommen kann. Betroffen waren die Bahnlinien RE1, RE2, RE6, RE42, S1 und S3. Auch bei der Regiobahn kam es zu Störungen. Zwischen Mettmann und Düsseldorf-Gerresheim verkehrte ein Taxinotverkehr. Die Bahnstörungen in NRW dauern wohl noch bis zum Nachmittag. Nähere Informationen zu Zugausfällen finden Sie hier. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr zeitweise auf insgesamt etwa 300 Kilometern.

Um 6 Uhr meldete die Feuerwehr Duisburg 15 unwetterbedingte Einsätze im Stadtgebiet. Hauptsächlich habe es sich dabei um abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume gehandelt. Verletzt wurde ersten Einschätzungen zufolge niemand.

Im Kreis Kleve waren am Sonntagabend einem Polizeisprecher zufolge zahlreiche Haushalte kurzzeitig von einem vermutlich sturmbedingten Stromausfall betroffen.

Der DWD warnte in seiner Meldung am Morgen, bei Blitzschlag bestehe Lebensgefahr. Wer unterwegs sei, solle auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände achten. Darüber hinaus könne es zu örtlichen Überschwemmungen kommen, auch Erdrutsche seien möglich. Fenster und Türen sollten laut DWD geschlossen halten werden. Und: „Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“ Insbesondere sollte man dabei Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten.

Mit einer Spitzentemperatur von 32,9 Grad war der Sonntag der heißeste Tag des bisherigen Jahres gewesen. Dieser Wert wurde sowohl in Geldern-Walbeck in Nordrhein-Westfalen als auch in Lenzen (Elbe) in Brandenburg erreicht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Blitze, Regen, dunkler Himmel: Unwetter ziehen über NRW

(hebu/siev)