1. NRW
  2. Panorama

Unwetter Bonn: Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, gestörter Bahnverkehr

Gewitter auch am Donnerstag : Unwetter in Bonn sorgt für umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller

Nach der tagelangen Hitze haben Starkregen und Sturm in Bonn für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Auch der Regionalverkehr der Bahn war durch Unwetterfolgen gestört.

Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, blockierte Straßen: Ein Unwetter mit Starkregen hat in Teilen von Nordrhein-Westfalen zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt. Allein im Stadtgebiet Bonn wurden bis 22.45 Uhr am Mittwochabend über 400 unwetterbedingte Einsätze gemeldet, wie die Feuerwehr mitteilte. „Wir haben jede Menge überflutete Keller, wir haben jede Menge umgestürzte Bäume. Im Moment ist Land unter“, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Frau sei aufgrund der sturzbachartigen Wassermassen in ihrem Auto eingeschlossen gewesen. Wegen der großen Schutt- und Geröllmengen, die das Wasser mit sich trug, musste sich die Feuerwehr den Weg zu der Frau bahnen, um sie zu befreien, wie es hieß. Südlich von Köln und bei Bonn hätten kleinere Gefahrstellen durch herumfliegende Gegenstände für Einschränkungen auf den Autobahnen gesorgt, sagte ein Sprecher der Polizei Köln am frühen Donnerstagmorgen.

In Sankt Augustin waren mehr als 120 Feuerwehrkräfte im Einsatz. An 60 Stellen wurden Keller ausgepumpt und umgestürzte Bäume mit der Motorsäge zerkleinert, wie die Feuerwehr berichtete. Auf die Gleise der Stadtbahnlinie 66 waren zudem mehrere Bäume gestürzt. Der Betrieb der Stadtbahn wurde eingestellt. In Bergisch-Gladbach wurden bis 22.30 Uhr rund 20 Einsätze bearbeitet. Etwa im Stadtteil Katterbach war die Feuerwehr drei Stunden damit beschäftigt, einen umgestürzten Baum mit einer Drehleiter von einem Haus zu holen.

Wegen Unwetterschäden musste das Freibad Melbbad im Ortsteil Poppelsdorf vorerst schließen, teilte das Presseamt der Stadt am Abend mit. Die Stadt wolle am Donnerstag darüber informieren, wann es wieder öffne.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet auch am Donnerstagvormittag wieder mit Schauern oder Gewittern in Teilen von NRW. Im Laufe des Tages sei es teils heiter. Am Nachmittag und Abend gibt es laut DWD im Süden lediglich vereinzelte Schauer, im Münsterland und Ostwestfalen dagegen teils kräftige Unwetter mit Starkregen und Hagel. Die Temperaturen reichen von 31 bis 34 Grad.

(juw/ahar/peng/mba/dpa)