Universiade 2025: Rhein-Ruhr-Region will Studenten-Weltspiele ausrichten

Weltspiele der Studenten : Rhein-Ruhr-Region will Universiade 2025 ausrichten

Nordrhein-Westfalen treibt die Bewerbung um die Universiade 2025 mit Nachdruck voran. Bei dem Studenten-Turnier werden 10.000 Athleten und Offizielle aus aller Welt erwartet.

„Das Land hat grundsätzlich sein Interesse an dem Thema signalisiert. Für die Region Rhein-Ruhr liegt nun eine vertiefende Expertise vor“, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. An diesem Mittwoch befasst sich der Sportausschuss des Deutschen Bundestags in Berlin mit den Bewerbungsabsichten um die Weltspiele der Studenten, an denen alle zwei Jahre 10.000 Athleten und Offizielle teilnehmen.

Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (ADH) habe mehrere Standorte in Deutschland auf die Machbarkeit überprüft, heißt es aus der Staatskanzlei NRW. Nach Informationen des Deutschlandfunks ist die Region Rhein-Ruhr allerdings der einzige verbliebene Kandidat. Leipzig, Frankfurt am Main und Berlin hätten abgesagt. Nordrhein-Westfalen führt nun mit dem ADH und dem Bundesinnenministerium weitere Abstimmungsgespräche zur Klärung der Eckdaten, unter anderem der konkreten Orte und der Finanzierung für eine Bewerbung durch.

1989 gab es in Duisburg zum ersten und bislang letzten Mal in der 60-jährigen Geschichte der Spiele eine Universiade in Deutschland. Schauplatz 2019 war Neapel, das chinesische Chengdu folgt 2021 und das russische Jekaterinburg 2023. Die Vergabe der Spiele erfolgt in der Regel vier Jahre vor ihrer Austragung. Die Universiade dauert zwölf Tage und umfasst 18 olympische Sportarten.

Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, hatte eine Universiade-Bewerbung schon vor einiger Zeit auf die Agenda gesetzt und sie in den Zusammenhang mit einer Olympia- Bewerbung gestellt, wie sie auch an Rhein und Ruhr vorangetrieben wird. „Neben einer möglichen Bewerbung um eine Universiade geht es natürlich auch um die Grundsatzfrage einer möglichen Kandidatur um Olympische und Paralympische Spiele für die 2030er Jahre“, sagte er im vergangenen Jahr in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

(mba/dpa)
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