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Uniklinik-Beschäftigte in NRW demonstrieren erneut - diesmal in Bonn

Demo in Bonn : Uniklinik-Beschäftigte demonstrieren erneut für bessere Arbeitsbedingungen

Wieder haben Pflegekräfte der sechs Unikliniken in NRW ihre Arbeit niedergelegt und gestreikt. Diesmal sind rund 500 Teilnehmende durch Bonn gezogen, um auf die schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.

Hunderte Beschäftigte der sechs Unikliniken in Nordrhein-Westfalen haben wegen der hohen Belastung im Gesundheitswesen erneut für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Mehr als 550 Teilnehmende demonstrierten nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag in Bonn. Sie zogen vom Eingang des Klinikums bis zum Poppelsdorfer Platz, wo am Mittag die Abschlusskundgebung stattfand. Die Demonstranten wollten damit weiter Druck auf die Arbeitgeber ausüben, um einen „Tarifvertrag Entlastung“ zu erwirken. In Bonn demonstrierten nicht nur Pflegekräfte, sondern beispielsweise auch Beschäftigte im Krankentransport oder der Logistik.

Im seit Wochen andauernden Tarifkonflikt hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten erneut zu Streiks aufgerufen. Nachdem sich lange nichts bewegt hatte, fand am 20. Mai eine erste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und den Vorständen der sechs Unikliniken Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Essen und Münster statt. Aber es ruckelt noch gewaltig zwischen den Parteien. „Von uns aus sollte das alles schneller gehen“, sagte Verdi-Sekretär Arno Appelhoff der Deutschen Presse-Agentur in Bonn.

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Weitere Verhandlungstage waren für den (heutigen) Dienstag sowie Mittwoch (25.5.) und kommenden Dienstag (31.5.) geplant. Für den morgigen Mittwoch (11.00 Uhr) hat Verdi zu einer Pressekonferenz ins Streikzelt am Uniklinikum Essen eingeladen, um über den Stand der Verhandlungen zu informieren.

Die Beschäftigten der sechs Unikliniken in NRW sind seit 21 Tagen im Streik für einen Tarifvertrag Entlastung. Sie fordern verbindliche Personalbemessungen für alle Arbeitsbereiche an den Kliniken und einen Belastungsausgleich für unterbesetzte Schichten. Für das Ziel gibt es auf der Arbeitgeberseite durchaus Verständnis. Allerdings fehlen am Markt weiterhin insbesondere Pflegekräfte.

(dpa/boot)