Unfall auf B67 bei Bocholt: Viehtransporter raste in den Gegenverkehr

Drei Tote bei Unfall nahe Bocholt : Viehtransporter auf der B67 fuhr wohl in den Gegenverkehr

Der schwere Unfall mit drei Toten auf der B67 bei Bocholt wurde laut Polizei durch den Viehtransporter verursacht. Demnach sei dieser in den Gegenverkehr geraten. Drei Menschen starben bei der Kollision. Auch viele Schweine verendeten, manche steckten lange kopfüber fest.

Ein Viehtransporter mit rund 180 Schweinen ist am Montagmorgen auf der Bundesstraße 67 bei Bocholt auf der Gegenfahrbahn mit einem Auto kollidiert. Alle drei Insassen des Wagens kamen ums Leben. Der Fahrer des Transporters wurde laut Polizei nach dem Unfall schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Sein Fahrzeug hatte die Leitplanke durchbrochen und war in starker Seitenlage in einer abschüssigen Böschung zum Liegen gekommen - beinahe mit dem Dach nach unten. Zwei weitere Autos wurden in den Unfall im westlichen Münsterland verwickelt. Einer der beiden Fahrer verletzte sich leicht, wie die Polizei mitteilte.

Bei den drei Todesopfern handelt es sich laut Polizei um drei Männer aus Polen im Alter von 23, 25 und 34 Jahren. Der schwer verletzte Transporterfahrer ist ein 33-Jähriger aus Goch. Sein Transporter war von der rechten Fahrbahn quer über die beiden Spuren der Gegenrichtung gerast. Warum er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, blieb zunächst unklar. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.

Hinter dem Viehtransporter fuhr ein 56-Jähriger aus Bocholt, der in seinem Auto leicht verletzt wurde. Ein viertes Fahrzeug sei involviert gewesen. Darin saß ein 31 Jahre alter Mann aus Wesel, der unverletzt blieb, wie der Polizeisprecher sagte.

Viele Schweine wurden in dem Transporter getötet oder mussten kopfüber zusammengequetscht in dem dreistöckigen Fahrzeug auf ihre Bergung warten. Einige Tiere liefen zunächst auf der Fahrbahn umher, dann in die angrenzende Böschung hinein. Verletzte Schweine wurden vor Ort getötet. Unverletzte Tiere sollten umgeladen und zum Schlachthof gebracht werden. Ein Experte des Kreisveterinäramts war vor Ort.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich laut Polizei sehr schwierig. Die Vollsperrung der B67 zwischen den Anschlussstellen Bocholt-Zentrum und Fachhochschule sollte bis etwa Mitternacht dauern, teilte die Polizei am Abend mit.

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(dpa/jeku)
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