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Unfall A57: Auto mit 500 Coronatests aus NRW verunglückt und ausgebrannt

Unfall auf der A57 bei Sonsbeck : Auto mit rund 500 Coronatests aus ganz NRW verunglückt

Bei einem Unfall auf der A57 in Höhe Sonsbeck ist am Montagnachmittag ein Auto komplett ausgebrannt. An Bord hatte es die Proben von rund 500 PCR-Tests aus verschiedenen Testzentren in ganz NRW. Was getestete Personen jetzt wissen müssen.

Bei einem schweren Unfall auf der A57 ist am Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr in Höhe Sonsbeck ein Auto verunglückt. Der Fahrer konnte noch rechtzeitig aus dem Wrack geborgen werden, bevor der Wagen in Flammen aufging. Er erlitt leichte Verletzungen. Über den Unfall haben wir bereits am Montag an dieser Stelle berichtet.

Am Dienstag wurde bekannt, dass es sich bei dem Unfallfahrzeug um einen Transportwagen der Firma Medican handelt. Medican betreibt mehrere Dutzend Testzentren in ganz Nordrhein-Westfalen. Zwei Mal am Tag werden die Testproben der PCR-Tests - also der Sorte Tests, die nicht sofort vor Ort, sondern in einem Labor ausgewertet werden muss - von einem Fahrer eingesammelt und geschlossen zur Auswertung in ein Labor nach Düsseldorf transportiert.  

An Bord des verunglückten Autos befanden sich laut Sertac Can, dem Geschäftsführer von Medican, demnach rund 500 Proben von PCR-Tests aus dem gesamten Ruhrgebiet und nördlichen Niederrhein. „Auf der Tour des Fahrers liegen die Städte Dortmund, Münster, Essen, Gelsenkirchen, Bochum und Weeze“, erklärte Can im Gespräch mit unserer Redaktion. Alle Testpersonen, deren Proben betroffen waren, wurden demzufolge umgehend telefonisch kontaktiert und zur Wiederholung gebeten. „Alle Testpersonen haben ohne Ausnahme großes Verständnis gezeigt und sind sofort für einen neuen Abstrich zurückgekommen“, berichtet Can. Zahlen müssen die Kunden allerdings nicht noch mal, die Kosten für die Test-Wiederholungen trägt das Unternehmen.

(siev)