Neue Gewitter ziehen nach NRW: Über 33 Grad: Düren und Höxter knacken Hitzerekorde in NRW

Neue Gewitter ziehen nach NRW : Über 33 Grad: Düren und Höxter knacken Hitzerekorde in NRW

Sommerhitze in Düsseldorf

Mal schien die Sonne ungetrübt, dann verdunkelte sich der Himmel ins Dunkelgraue. Heiß war Pfingsten in jedem Fall. Vor den Schwimmbädern standen die Gäste endlich mal wieder Schlange. Am Abend drohen wieder heftige Gewitter.

Tropische Pfingsten: Heiße Saharaluft hat an den Feiertagen Hitze, aber auch eine explosive Mischung mit Gewitter, Böen und Starkregen nach Nordrhein-Westfalen gebracht. Vielerorts wurden Temperaturen über 30 Grad gemessen. Schwimmbäder meldeten lange Schlangen vor den Kassen. Am Pfingstmontag zogen erneut Gewitterfronten mit Sturmböen, Regen und teils auch Hagel auf. Am Dienstag bleibt es nach Angaben des Wetterdienstes Meteogroup schwül-heiß. Gegen Mittwoch beruhigt es sich, bleibt aber immer noch warm.

Die Freibäder meldeten am Wochenende Hochbetrieb, die Menschen stürzten sich ins kühlende Wasser. In Düsseldorf, Haltern oder Duisburg standen die Badegäste geduldig Schlange vor der Kasse und kühlten sich dann später ab im Wasser. "Bei uns ist großes Gekreische", berichtete Elke Hellenbrandt, Geschäftsführerin eines Freibads in Duisburg.

Laut Wetterdienst Meteogroup lagen die heißesten NRW-Orte weit auseinander: Am Samstag lag das rheinische Düren mit 33,1 Grad vorn, und am Sonntag war Höxter in Westfalen Spitzenreiter mit 33,5 Grad.

Im Sauerland gab es am Montagnachmittag in einigen Orten heftige Niederschläge. In Warstein schlug binnen Minuten das Wetter um und es hagelte. Laut Augenzeugenbericht hatten die Hagelkörner eine Größe von bis zu einem Zwei-Euro- Münzstück. Nach etwa einer Viertelstunde war der starke Hagel jedoch schon wieder vorbei.

In Brilon fiel am Montagnachmittag Starkregen. "Es war kurz und heftig", sagte ein Polizeisprecher. Im Ortsteil Brilon-Messinghausen ergoss sich nach dem starken Regen am späten Montagnachmittag sogar eine Schlammlawine auf eine Straße. Verletzt wurde dabei niemand. Nach den heftigen Niederschlägen trat laut Augenzeugenbericht auch der Fluss Möhne im Oberlauf an einigen Stellen über die Ufer.

Von einem Unwetter mit Regen überrascht wurden an Pfingstsonntag in Rheine 130 Kinder in einem Zeltlager. Eine Sturmböe hatte ein leeres Zelt angehoben und umgekippt, deshalb wurde das Lager vorsichtshalber geräumt. Verletzt worden sei niemand, versicherte ein Betreuer. Die kleinen Pfadfinder mussten eineinhalb Stunden in einer Turnhalle bleiben. Allein im Kreis Steinfurt wurde die Feuerwehr zu 25 Einsätzen wegen überfluteter Straßen und heruntergefallener Äste gerufen.

In Erkelenz setzte an Pfingstmontag ein Blitz das Dach eines Einfamilienhauses in Brand. Die Bewohner konnten sich unverletzt ins Freie retten. Aber der Schaden durch Brand und Löschwasser wurde auf 300 000 Euro geschätzt. In Münster bescherte eine Gewitterzelle der Feuerwehr eine unruhige Nacht mit zwölf Einsätzen. Im Stadtgebiet ging Starkregen nieder und Sturmböen fegten durch die Straßen. Die Feuerwehr musste einen auf ein Auto gestürzten Baum zersägen und vollgelaufene Keller auspumpen.

In Köln sperrte die Polizei am Montagnachmittag wegen einer Unwetterwarnung zeitweise die Zugänge zum Veranstaltungsgelände für das Gedenken an den Nagelbombenanschlag vor zehn Jahren. Weil ein starkes Gewitter erwartet wurde, waren die Zugänge zu dem Freigelände weit im Vorfeld der geplanten Konzerte etwa 45 Minuten vorsorglich gesperrt. Das habe aber den Veranstaltungsbeginn nicht verzögert, sagte ein Polizeisprecher. Zudem hätten sich zu dem frühen Zeitpunkt erst relativ wenige Menschen dort aufgehalten.

(lnw)