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Ruhrgebiet: Trotz erster Schauer: Feinstaubbelastung überschreitet Grenzwerte

Ruhrgebiet : Trotz erster Schauer: Feinstaubbelastung überschreitet Grenzwerte

Die Windstille und die Trockenheit haben in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Tagen zu einer erhöhten Feinstaubbelastung geführt. Hinzu kam Saharastaub, der durch die Luft seinen Weg nach Deutschland gefunden hat.

Vor allem die Städte im Ruhrgebiet sind von der Staubbelastung betroffen, teilte eine Sprecherin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz am Samstag mit. In Essen und Hagen wurde von Freitag zu Samstag der Grenzwert von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten. An Messstellen in Dortmund und Gelsenkirchen lagen die Feinstaubwerte nur knapp darunter. Auch in Aachen gab es hohe Werte.

Auch ein hohes Verkehrsaufkommen trage zur Belastung mit den Feinstaubpartikeln bei, sagte die Sprecherin. Mit der nächsten längeren Regenphase sei aber wieder mit einem Rückgang der Werte zu rechnen. Die Regenschauer am Niederrhein und im Ruhrgebiet am Freitagabend haben offensichtlich noch nicht ausgereicht, die Belastung zu mindern.

Die anhaltende Trockenheit bereitet den Landwirten zunehmend Sorgen. Im ersten Quartal dieses Jahres habe es deutlich weniger geregnet also sonst, sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW, Bernhard Rüb, der dpa.

Am Niederrhein habe die Regenmenge um 60 Prozent unter den Durchschnittswerten gelegen, in der Kölner Bucht sei nur halb so viel Regen gefallen wie sonst. Ergiebige Niederschläge seien derzeit auch nicht zu erwarten. Durch die warme Witterung sei die Vegetation weit entwickelt. Dies steigere den Wasserbedarf. Zudem sei viel Wasser verdunstet.

(lnw)