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NRW: Tourismus gerät in den Sog der Krise

NRW : Tourismus gerät in den Sog der Krise

Nach fünf Rekordjahren ist in diesem Jahr mit einem Rückgang der Gästezahlen zu rechnen. Wie der "TourismusNRW" mitteilte, ist vor allem die Zahl der Geschäftsreisen – sie machen etwa 70 Prozent der registrierten Übernachtungen aus – rückläufig.

Nach fünf Rekordjahren ist in diesem Jahr mit einem Rückgang der Gästezahlen zu rechnen. Wie der "TourismusNRW" mitteilte, ist vor allem die Zahl der Geschäftsreisen — sie machen etwa 70 Prozent der registrierten Übernachtungen aus — rückläufig.

NRW gerate in den Sog der Wirtschaftskrise, so Oliver Wolff, Vorstandsvorsitzender der "Tourismus AG". So habe in den ersten vier Monaten die Zahl der ausländischen Gäste in NRW um 14,5 Prozent auf 2,1 Millionen abgenommen. Insgesamt jedoch zähle NRW zu den Großen im Deutschland-Tourismus. Nach Bayern stehe NRW mit 41,5 Millionen Übernachtungen hinter Bayern (76,9) und Baden-Württemberg (43,6) auf Platz zwei im Ländervergleich.

Laut Deutschem Tourismusverbands (DTV)) ist die Bundesrepublik nach wie vor das Top-Reiseziel der Deutschen im Sommer. Allerdings ist die Reisedauer geschrumpft. Betrug 1998 der Sommerurlaub in Deutschland im Durchschnitt 13,9 Tage, so sind es jetzt nur noch 12,5 Tage. 2008 verbrachten 20 Millionen Deutsche im eigenen Land ihren Urlaub. An zweiter Stelle stand Spanien (8,3 Millionen), gefolgt von Italien (4,5 Millionen).

Immer beliebter werden Ferienwohnungen, aber auch der Camping finde immer mehr Anhänger. Beim Städte-Tourismus liegt Berlin mit 17,7 Millionen Übernachtungen auf Platz eins, gefolgt von München, Haamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf (3,4). Die Tourismus-Branche ist laut DTV mit 2,8 Millionen Beschäftigten und einem Bruttoumsatz von über 200 Milliarden Euro nach dem Handwerk und der Gesundheitswirtschaft der größte Arbeitgeber.

(RP)