Kirchendach abgerissen Tornado in Hagen? Experten gehen von anderem Ereignis aus

Hagen · Es dauerte nur zehn Minuten, doch das Ausmaß der Zerstörung war heftig: Ein starker Wind hat in Hagen sogar das Dach eines Kirchturms abgetragen. Doch war es wirklich ein Tornado?

Bilder aus Hagen: Mutmaßlicher Tornado verwüstet Teile der Stadt
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So wütete der mutmaßliche Tornado durch Hagen

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Foto: dpa/Alex Talash

Fegte wirklich ein Tornado am Mittwoch über Hagen? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält es für wahrscheinlich, dass es sich um einen Tornado gehandelt hat. „Es ist gut möglich, dass es ein kurzlebiger Tornado war“, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Doch das Portal „tornadoliste.de“, ein Kooperationspartner des DWD, geht von einem anderem Ereignis aus. Dort heißt es: „Nach ersten Analysen ist ein Downburst (Gewitterfallböen) wahrscheinlich.“ Bei einem „Downburst“ kommt starker Wind während eines Gewitters am Boden als Fallböe an. Zu 100 Prozent sind sich die Experten aber nicht sicher. „Dennoch ist ein Tornado durchaus möglich oder auch beides parallel“, steht in dem Portal.

Der Starkwind hatte am Mittwochnachmittag binnen zehn Minuten das Dach eines Kirchturms abgedeckt und Bäume umgerissen. Auch Häuserdächer und Autos wurden beschädigt.

Die Freiwillige Feuerwehr und die Berufsfeuerwehr rückten mit insgesamt 120 Leuten zu 40 Einsätzen raus, um sich der gröbsten Schäden anzunehmen - manche Straßen waren voll mit Dachteilen und abgerissenen Ästen. Verletzt wurde niemand.

Am Donnerstag standen nach dem starken Wind die Aufräumarbeiten an. Die Straßen seien wieder frei, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Einmal noch feucht durchwischen, dann haben wir alles wieder beseitigt.“

(dtm/ldi/dpa)
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