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Tötung des Wuppertaler Unternehmerehepaars Springmann muss neu verhandelt werden

Tat von März 2017 : Tötung des Wuppertaler Unternehmerehepaars Springmann muss neu verhandelt werden

Nach der Tötung des Wuppertaler Unternehmerehepaars Springmann im März 2017 muss nun auch der zweite Beschuldigte eine Haftstrafe fürchten.

Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hob am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) dessen Freispruch durch das Landgericht Wuppertal auf. Dagegen bestätigten die Karlsruher Richter die lebenslange Haft für den hauptangeklagten Enkel. (Az.: 3 StR 288/19)

Die Leichen der 91 beziehungsweise 88 Jahre alten Eheleute waren in deren Wuppertaler Villa gefunden worden. Dafür mussten sich ein Enkel und ein weiterer Beschuldigter vor Gericht verantworten. Das Landgericht Wuppertal verurteilte den Enkel wegen Totschlags und Mordes zu lebenslanger Haft und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Die hiergegen gerichtete Revision des Enkels blieb vor dem BGH ohne Erfolg.

Im Fall des Mitangeklagten hatte das Landgericht keine ausreichenden Beweise gesehen, dass er am Tattag in der Villa anwesend war. Hier sei das Landgericht zugunsten des Angeklagten von Annahmen ausgegangen, die durch die festgestellten Tatsachen nicht gedeckt seien, rügte nun der BGH. Deshalb soll nun eine Strafkammer des Landgerichts Düsseldorf eine mögliche Tatbeteiligung neu prüfen.

(seda/AFP)