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Tönnies-Ausbruch: Ausweitung von Corona-Tests in Gütersloh und Warendorf

Alle Bürger sollen zum Test : Massive Ausweitung von Corona-Tests in Gütersloh und Warendorf

In den Landkreisen Gütersloh und Warendorf werden die Corona-Tests deutlich ausgeweitet. Die Zahl der nachweislich Infizierten im Kreis Gütersloh ist nach dem Ausbruch des Virus bei Tönnies auf fast 2000 gestiegen.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies werden in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf die Corona-Tests deutlich ausgeweitet. Wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf nach einer Sitzung des Landeskabinetts berichtete, sollen Bewohner und Beschäftigte in den Pflegeeinrichtungen in den kommenden Tagen durchgetestet werden. Gleiches gelte für Mitarbeiter der Krankenhäuser, Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und Kioskpersonal.

Genau wie im Kreis Gütersloh gebe es ab sofort auch im Kreis Warendorf Kontaktbeschränkungen, Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden verboten. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen.

Getestet werden sollen auch die Beschäftigten von Unternehmen und Subunternehmen, die zentrale Gemeinschaftsunterkünfte betreiben oder in einem nennenswerten Umfang Werkvertragsarbeitnehmer beschäftigen. Alle Bürger der beiden Kreise sollen außerdem die Möglichkeit erhalten, kostenlos einen Test durchführen zu lassen. Die Bevölkerung werde durch Zeitungsannoncen und Lautsprecherdurchsagen zur Testung aufgerufen. „Wir werden auch öffentliche Teststationen über Bundeswehr und Rotes Kreuz errichten“, sagte Laumann.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies im Werk Rheda-Wiedenbrück ist die Zahl der nachweislich Infizierten im Kreis Gütersloh weiter gestiegen. Es gebe insgesamt 1952 positive Befunde, am Vortag lag diese Zahl noch bei 1696, wie der Kreis am Dienstag mitteilte. Davon gelten 703 als genesen, 1228 seien noch infiziert. 1201 Menschen aus dieser Gruppe befinden sich in häuslicher Quarantäne, heißt es in der Mitteilung.

Der Kreis weist daraufhin, dass in der veröffentlichten Statistik vorerst nicht mehr nach Tönnies-Mitarbeitern und Personen ohne Bezug zu dem Schlachtbetrieb unterschieden werde. Es sei zu Doppelzählungen in den Wohnungen und auf dem Werksgelände gekommen. Zahlen zu den Reihentests seien in den vergangenen Tagen fehlerhaft veröffentlicht worden.

(hsr/dpa)