„Aktenzeichen XY“ Viele neue Hinweise nach tödlichem Unfall in Wesseling

Wesseling · In Wesseling-Keldenich wurde vor einem Jahr ein junger Mann auf der Straße überfahren. Den flüchtigen Fahrer sucht die Polizei immer noch. Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY.... Ungelöst“, die vor einer Woche ausgestrahlt wurde, hat die Kölner Polizei zahlreiche Hinweise erhalten.

 Am Ort des Unfalls liegen Blumen. (Archivbild)

Am Ort des Unfalls liegen Blumen. (Archivbild)

Foto: dpa/Privat

Die Schilderung des Falls samt Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ mit Rudi Cerne dauerte noch nicht einmal eine Minute. Es ging um den tödlichen Unfall, der in der Nacht zum Sonntag, 26. März 2023, auf der Rodenkirchener Straße im Wesselinger Stadtteil Keldenich geschah. Dort war ein junger Mann auf der Straße überfahren worden. Der Fahrer ist auch ein Jahr nach dem schrecklichen Ereignis immer noch flüchtig. Schon während und auch nach der XY-Sendung, die am Mittwoch voriger Woche ausgestrahlt wurde, haben sich inzwischen 25 Zuschauer mit Hinweisen an die Kölner Polizei gewandt.

„Darunter sind einige so interessant, dass wir weiter ermitteln“, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. Auch der Information eines Mannes, er sei der Vorbesitzer des Unfallwagens, gehe man weiter nach. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne er zum Inhalt der Aussagen allerdings nicht mehr sagen, so der Polizeisprecher.

Zahlreiche Hinweisgeber gaben an, das gesuchte Auto in der fraglichen Nacht gesehen zu haben. Dabei handelt es sich um einen dunklen, dreitürigen 1er-BMW, Baujahr 2008. In der Nacht auf Sonntag, 26. März 2023, hat dessen Fahrer mutmaßlich einen 20-Jährigen auf der Rodenkirchener Straße in Wesseling-Keldenich überfahren. Der junge Mann erlag noch in der Nacht im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Am Tatort gefundene Fahrzeugteile ließen die Ermittler auf den Autotyp schließen. Bei dem BMW soll vor allem die linke Vorderseite beschädigt sein. Der Nebelscheinwerfer hätte ausgetauscht werden müssen. Deshalb richtet sich der Aufruf der Polizei auch an die Mitarbeiter von Autowerkstätten im Köln/Bonner Raum.

Die Familie des 20-Jährigen hat eine Belohnung von 12.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die Staatsanwaltschaft Köln wiederum 3000 Euro. Weitere Hinweise nehmen die Kölner Ermittler des Kriminalkommissariats 11 unter der Nummer 0221/22 90 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Der Artikel erschien zuerst im Bonner General-Anzeiger.

(hpf)
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