Unfall mit beteiligten FC-Spielern Opfer identifiziert – Mutter und Tochter starben auf A555

Köln · Eine Woche nach dem mutmaßlichen Raserunfall auf der A555 sind die Unfallopfer nun identifiziert. Sie waren in ihrem Auto verbrannt. Der genaue Unfallhergang ist aber noch nicht abschließend geklärt.

Das Auto der Frau aus Lüdenscheid, die mit ihrer Tochter darin ums Leben kam.

Das Auto der Frau aus Lüdenscheid, die mit ihrer Tochter darin ums Leben kam.

Foto: dpa/Sascha Thelen

Nach dem schweren Unfall mit zwei Toten auf der Autobahn 555 am Freitag zwischen Köln und Bonn steht die Identität der beiden Verstorbenen nun zweifelsfrei fest: Die rechtsmedizinischen Untersuchungen haben ergeben, dass es sich um eine 49 Jahre alte Frau und deren 23-jährige Tochter handelt. Die Mutter war wohnhaft in Lüdenscheid, die Tochter studierte und lebte in Bonn. Dies teilte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Freitagnachmittag mit. Weitere Informationen könne er „zum Schutz postmortaler Persönlichkeitsrechte nicht mitteilen“, wie er sagte.

Bereits Anfang der Woche hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie gegen zwei 20 Jahre alte Nachwuchsspieler des 1. FC Köln ermittelt. Es besteht der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der Teilnahme an einem illegalen Autorennen.

Die beiden Frauen waren bei dem Unfall am Freitagabend in Höhe der Anschlussstelle Wesseling in Fahrtrichtung Bonn in ihrem Auto verbrannt. Die zwei Autos der Unfallfahrer – ein Audi und ein Mercedes – hatten an den Seiten Schäden, die darauf hindeuteten, dass die Autos sich auf der Fahrt berührt haben. Der Kleinwagen der 49-Jährigen hatte auf der Autobahn gedreht und Feuer gefangen. Ein Frontschaden an einem der beiden anderen Wagen lasse auf einen Aufprall auf das Heck des Kleinwagens schließen, erklärte die Polizei.

In den beiden anderen Autos waren insgesamt vier Männer zwischen 20 und 21 Jahren unterwegs. Die FC-Spieler sollen je am Steuer gesessen haben. Gegen die Beifahrer wird nicht ermittelt. Einer der beiden Fahrer war zunächst vom Unfallort geflüchtet, hatte sich aber kurz darauf bei der Polizei gestellt. Die Ermittlungen zur Klärung des Unfalls dauern weiter an. Mit zeitnahen Ergebnissen sei nicht zu rechnen, wie Oberstaatsanwalt Bremer mitteilte.

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