Tivoli-Weihnachtssingen in Aachen: Tausende Stimmen sorgen für Gänsehaut

Fußballstadion wird zum Weihnachtschor: Weihnachtssingen am Aachener Tivoli sorgt für Gänsehaut

Gänsehaut beim Tivoli-Weihnachtssingen in Aachen 2017

Weihnachtslieder, Alemannia-Gesänge und Kerzenschein: Zum fünften Mal zog es am Sonntag Tausende zum Weihnachtssingen auf den Aachener Tivoli.

Aufgrund des hohen Besucherandrangs wurden erstmals alle Ränge des Stadions geöffnet, die Bühne befand sich im Mittelkreis. Um sämtliche Kosten zu decken, war der Eintritt diesmal nicht frei.

Veranstaltet wurde das Weihnachtssingen wie gewohnt von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Alemannia-Fan-IG. Für Pastor Siegmar Müller ist der Tivoli der ideale Ort, um sich gemeinsam auf das Weihnachtsfest einzustimmen: "Eine Gemeinsamkeit von Fußball und Kirche ist, dass bei beiden gerne gesungen wird. Deswegen gehören neben den Weihnachtsliedern auch Alemannia-Gesänge zum Programm."

Großes Lichtermeer von tausenden Kerzen

Das Ensemble der musikalischen Mitwirkenden war entsprechend bunt: Der Kinder- und Jugendchor St. Katharina Aachen-Forst und der Chor der Gospelhaus International Chapel Aachen sangen vor. Der Instrumentalverein Richterich sowie der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen begleiteten den größten Chor Aachens. Trommler der Öcher Legion machten von der Stehtribüne zwischendurch lautstark Stimmung bei den schwarz-gelben Fan-Gesängen.

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Nach dem Abdunkeln des Stadions erhellte ein großes Lichtermeer von Tausenden Kerzen die Tribünen. Unter Glockengeläut des Doms brachten Pfadfinder das Friedenslicht von Betlehem auf die Bühne. Beliebte Klassiker wie "Kling Glöckchen, klingelingeling", "Alle Jahre wieder" und "Ihr Kinderlein kommet" tönten durch das Stadionrund und sorgten für Gänsehautstimmung. Auf der Bühne verkündeten die Veranstalter die offizielle Zuschauerzahl von 21.505.

Stadionsprecher Robert Moonen, der durch das Programm führte, begrüßte überdies als Vertreter des Alemannia-Kaders Cheftrainer Fuat Kilic und Abwehrspieler Nils Winter auf der Bühne im Mittelkreis. Eine solch gewaltige Kulisse würden sich die beiden für ein Heimspiel des Regionalligisten zweifelsohne auch mal wieder wünschen. Nachdem das Öcher Original Jupp Ebert seine legendäre Hymne "You never walk alleng" zum Besten gab, stimmten die Zuschauer einen spontanen "TSV!"-Wechselgesang an — der Tivoli ohne die Alemannia wäre wohl auch undenkbar.

Pastor Siegmar Müller las nach weiteren Gesangseinlagen traditionsgemäß die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium vor. Mit Liedern wie "Zu Bethlehem geboren", "Stille Nacht" und Auftritten von Jupp Ebert, Gospelchor, Kinder- und Jugendchor, Instrumentalverein und Posaunenchor wurde das Programm schließlich abgerundet.

Technische Probleme gab es offenbar beim Einlass, da nicht die Barcodes aller Tickets an den Drehkreuzen gelesen werden konnten. Ins Stadion hinein kamen dennoch alle.