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Tierversuchsgegner rufen zu Protest gegen Affenlabor in Münster auf

Ärzte gegen Tierversuche : Tierversuchsgegner rufen zu Protest gegen Affenlabor in Münster auf

Bis zu 2000 Tiere sterben der Organisation „Ärzte gegen Tierversuche“ zufolge jedes Jahr in der Einrichtung in Münster. Alle Menschen, die sich gegen Tierversuche positionieren wollen, seien zur Teilnahme an der Mahnwache am kommenden Samstag eingeladen.

Ein Bündnis von Tierversuchsgegnern will am Samstag mit einer Mahnwache gegen das Tierversuchslabor Covance in Münster demonstrieren. Jedes Jahr würden dort bis zu 2000 Affen in qualvollen Giftigkeitsprüfungen sterben, erklärte die Organisation „Ärzte gegen Tierversuche“, die dem Bündnis gegen das Versuchlabor angehört, am Montag in Köln. Derzeit werde das Unternehmen ausgebaut, so dass demnächst noch mal einige Hundert Affen mehr pro Jahr dort „leiden und sterben sollen“.

Es solle eine „laute Mahnwache“ werden, kündigte die Initiative an. Alle Menschen, die sich gegen Tierversuche positionieren wollen, seien zur Teilnahme an der Mahnwache in unmittelbarer Nähe der Labore eingeladen. Teilnehmer sollten Trillerpfeifen, Tröten und Trommeln mitbringen. Zu dem Bündnis gehören neben den Ärzten gegen Tierversuche unter anderem „Animal Rights Watch“, tierretter.de, Nestwerk Münsterland und der Tierschutzverein Tierfreunde Münster. Im November des vergangenen Jahres hatten mehr als 1000 Menschen gegen das Tierversuchslabor in Münster demonstriert.

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Das US-Forschungszentrum Covance, das mit der Planung und Durchführung von klinischen Studien befasst ist, soll im Süden Münsters im Auftrag der Pharmaindustrie Medikamente an Affen testen. Das Unternehmen, dessen Hauptsitz in Princeton im Bundesstaat New York liegt, ist in rund 20 Ländern vertreten. In Deutschland ist es in München und Münster ansässig. Das dortige Tierversuchslabor gilt als eines der größten in Europa.

In Göttingen ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft gegen das Deutsche Primatenzentrum. Mitarbeiter sollen laut Staatsanwaltschaft Weißbüschelaffen möglicherweise aus wirtschaftlichen Gründen getötet haben. Die Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz richten sich gegen eine leitende Tierärztin und fünf Mitarbeiter.

(chal/epd)