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Tafeln in NRW wollen Hilfe: Zahl Bedürftiger durch Geflüchtete verdoppelt

Zulauf Bedürftiger steigt enorm : Tafeln in NRW fordern Hilfe von neuer Landesregierung

Die gemeinnützigen Essensausgaben in NRW fordern mehr Unterstützung von der Politik. Es habe durch Geflüchtete einen immensen Zulauf gegeben. Die Zahl der Bedürftigen habe sich in zwei Jahren verdoppelt.

Die Tafeln in Nordrhein-Westfalen fordern von der neuen Landesregierung mehr Unterstützung für von Armut bedrohte und betroffene Menschen. „Wir haben in den letzten Monaten einen immensen Zulauf von Geflüchteten gehabt und von vielen Menschen, die einfach mit dem Geld nicht mehr klarkommen“, sagte der Vorsitzende der Tafel in NRW, Wolfgang Weilerswist, der Deutschen Presse-Agentur.

Einer Regierung aus CDU und Grünen, die derzeit Koalitionsverhandlungen führen, blickt Weilerswist grundsätzlich „optimistisch“ entgegen. Es brauche künftig mehr Unterstützung für kinderreiche Familien. „Zu uns kommen die Ärmsten der Armen. Sie sorgen sich nicht nur um Lebensmittel, sondern auch oft um die Wohnungssuche.“ Insbesondere Alleinerziehende müssten mehr entlastet werden.

Die Zahl der Bedürftigen, die bei den Tafeln in Nordrhein-Westfalen Hilfe suchen, habe sich im Vergleich zu 2020 verdoppelt. In Essen stünden mittwochs hunderte Menschen an, berichtet Weilerswist. Viele von Ihnen müssten jedoch ohne Tafelausweis wieder weggeschickt werden.

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Mit Blick auf den wachsenden Zulauf fordert Weilerswist, dass die Unterstützung der Tafeln auch im nächsten Landeshaushalt verankert werde. „Der Staat macht es sich oft einfach und sagt: Geht zur Tafel. Aber alleine mit Spenden kriegen wir das selber nicht hin.“ Konkret benötige die Tafel für die Anschaffung und Verteilung von Lebensmitteln rund 500.000 Euro im Jahr.

(top/dpa)