1. NRW
  2. Panorama

Sturm "Sabine": Mit Orkantief kommen Starkregen und Schnee

Vorsicht weiter geboten : So entwickelt sich das Wetter nach dem Höhepunkt von Sturm „Sabine“

Am Morgen hat sich die Wetterlage vorerst beruhigt, doch so richtig aufatmen kann NRW vorerst nicht. Zwar werden die Orkan-Böen seltener, dafür wird es nochmal ordentlich nass.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung für Teile Südwestfalens gestrichen. „Es gelten aber noch Warnungen vor markanter Wetterlage“, sagte ein Sprecher unserer Redaktion. „Schauer, windig bis stürmig fasst das Wetter zwar immer noch gut zusammen, aber schon heute ist es die Wetterlage weniger extrem als gestern.“ Vereinzelt kann es aber immer noch zu Schauern, teils auch mit heftigen Niederschlägen kommen. Vereinzelt kann es auch blitzen. Dann gilt im Grunde die Formel: Je heftiger der Niederschlag, um so heftiger ist meist auch der Wind. „Es kann vereinzelt noch einmal zu Böen mit 90 bis 100 km/h kommen. Meistens wird sich die Windstärke aber um die 75 bis 85 km/h bewegen“, sagt der DWD. Wo genau es sich im Himmel heftiger zusammenbraut, lässt sich jedoch nicht vorher sagen. „Die Wetterlage ist unheimlich chaotisch. Sicher ist nur, im Hochsauerland ist wahrscheinlich auch Schnee dabei, in tieferen Lagen nicht.“

Die Fluggesellschaft In unserem Live-Blog informieren wir Sie über die neuesten Entwicklungen.

  • Sturm über NRW : In Aachen und Wuppertal wütete „Sabine“ am heftigsten
  • Leere Gleise am Kölner Hauptbahnhof.
    „Sabine“ legt Deutschland lahm : Wenn nichts mehr fährt - gestrandet am Kölner Hauptbahnhof
  • Das Wetter in NRW bleibt frühlingshaft.
    Temperaturen bis 17 Grad : Deutscher Wetterdienst rechnet mit viel Sonnenschein zum Wochenbeginn in NRW

Am Montag sind laut den Wetter-Experten landesweit Gewitter mit kräftigem Regen weiterhin möglich. In den Staulagen von Eifel, Bergischem Land und Hochsauerland können bei Dauerregen bis zu 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen. Oberhalb von 600 Metern kann es zwei bis sechs Zentimeter Neuschnee geben. Laut der DWD-Meteorologin sinken die Temperaturen dabei im Tagesverlauf in Hochlagen auf rund 1 Grad. In Düsseldorf bleibt es voraussichtlich bei 9 Grad. Bereits am Dienstag dürfte sich die Lage aber weiter beruhigen. „Dann müsste die Windstärke eins niedriger sein, ebenso wie am Mittwoch“, sagt der Sprecher des DWD. Zur Vorsicht raten die Experten dennoch. „Vor allem an Bäumen könnten Teile lose sein und erst später herunter kommen.“ Ab Donnerstag rechnet der DWD dann mit mehr Ruhe in der allgemeinen Wetterlage. „Das Tief, dass den Sturm über Deutschland gebracht hat, ist ja heute schon weg. Wir kämpfen hier nur noch mit den Resten sozusagen.“

In mehreren Städten in NRW wurden in der Nacht zu Sonntag Orkanböen gemessen. Durch Aachen und Wuppertal fegte „Sabine“ mit 112 km/h. Das stürmische Wetter bleibt der Expertin zu Folge vorerst. Zwar nehme der Wind etwas an Intensität ab, ungemütlich wird es trotzdem. „Immerhin pendeln sich die Windstärken zwischen 6 bis 7 ein“, sagt die Meteorologin.

Der schwere Sturm hat in der Nacht zum Montag in Nordrhein-Westfalen offensichtlich weniger Schäden angerichtet als im Vorfeld befürchtet. Zwar gab es Verletzte, über Todesopfer ist zunächst nichts bekannt. In den meisten Fällen hatten es die Einsatzkräfte mit umgestürzten Bäumen zu tun.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sturmtief „Sabine“ trifft NRW

(mit dpa)