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Streik NRW: Verdi streikt Donnerstag erneut im Nahverkehr

Geduldsprobe für Pendler : Verdi kündigt erneut Warnstreik im NRW-Nahverkehr für Donnerstag an

Pendler müssen am Donnerstag erneut viel Geduld mitbringen. Verdi kündigt nämlich wieder einen landesweiten Streik bei den kommunalen Verkehrsbetrieben an.

Wegen eines weiteren Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fallen am Donnerstag wohl erneut vielerorts Busse und Stadtbahnen in Nordrhein-Westfalen aus. Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Bereits am vergangenen Freitag hatte Verdi angekündigt, dass es in dieser Woche zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr kommen wird, da die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weiterhin nicht zu Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag bereit sei. Das teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Daher werde nun die Arbeit schrittweise in den Ländern niedergelegt: In Hessen wird bereits am Dienstag gestreikt, in Niedersachsen und Bremen am Mittwoch. Am Donnerstag werden Beschäftigte kommunaler Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen und in Baden- Württemberg in den Warnstreik treten, am Freitag, dem 9. Oktober, in Bayern. Erst am vergangenen Dienstag wurden zahlreiche Verkehrsbetriebe bestreikt.

„Die Verweigerung der Arbeitgeber provoziert einen unnötigen Konflikt. Nachdem man den Beschäftigten für ihre Leistungen zu Beginn der Pandemie gedankt hat, will man ihnen jetzt keine Entlastung zugestehen", so Christine Behle, die Vize-Vorsitzende von Verdi.

Vom Streik vergangene Woche war auch die Rheinbahn in der Landeshauptstadt betroffen - das gesamte Netz der Rheinbahn in Düsseldorf, im Kreis Mettmann, in Meerbusch sowie die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Auch die Kundencenter blieben vergangenen Dienstag geschlossen. Auch Leverkusen bekam die Auswirkungen des Streiks zu spüren. Für die Wupsi fuhren am Dienstag nur die Subunternehmen auf den Hauptstrecken.

Nicht nur die Verkehrsbetriebe wurden in den vergangenen Wochen bestreikt. Auch Kitas wurden teilweise geschlossen. Der Deutsche Beamtenbund dbb droht auch dort eine Ausweitung der Warnstreiks im öffentlichen Dienst an, falls der Bund und die Kommunen kein akzeptables Angebot vorlegen. „Bislang verfolgten Verdi und wir eine Taktik der Nadelstiche. Vor dem 22. Oktober (wenn die dritte Verhandlungsrunde ansteht) werden wir die Warnstreiks aber sicher ausweiten, um die Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber zu erhöhen. Dazu gehören auch wieder Warnstreiks in Kitas und Kliniken“, sagte Beamtenbund-Chef Ulrich Silberbach.

(dtm)