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Streik der Lehrer in NRW

Warnstreik in NRW : Lehrer legen ihre Arbeit nieder

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag dreitägige Warnstreiks von angestellten Lehrern begonnen. In Düsseldorf, Duisburg, Essen und Wuppertal kam es zu Streikversammlungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Lehrergewerkschaft will in den laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder einen eigenen Tarifvertrag für angestellte Lehrer durchsetzen. Sie beklagt einen deutlichen Unterschied beim Gehalt von angestellten und verbeamteten Lehrern.

Daneben fordern die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro. Die Tarifverhandlungen waren in der vergangenen Woche vorläufig gescheitert. Hauptgründe dafür waren starke Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und über die tarifliche Eingruppierung der Lehrer.

Die Vorsitzende der GEW in Nordrhein-Westfalen, Dorothea Schäfer, sagte auf der Streikversammlung in Düsseldorf: "Jede Stunde Unterricht, die wegen eines Streiks ausgefallen ist, ist eine gut ausgefallene Stunde." Ohne gute Bezahlung gebe es keine gute Bildung, sagte sie. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) wollte sich auf Anfrage nicht zu den Warnstreiks äußern, da es um laufende Tarifverhandlungen gehe.

Von den Warnstreiks werden laut GEW Gesamtschulen, Haupt- und Grundschulen sowie Berufskollegs stärker betroffen sein als Gymnasien und Realschulen. Nach Angaben des Schulministeriums sind in Nordrhein-Westfalen knapp 33.000 Lehrer als angestellte Pädagogen tätig, der GEW zufolge sind es rund 40.000.

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Am Mittwoch sind die angestellten Lehrer in den Regierungsbezirken Köln und Detmold aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Donnerstag sollen die Warnstreiks Schulen der Bezirke Münster und Arnsberg erreichen.

Lehrer hätten als einzige Berufsgruppe im öffentlichen Dienst keinen Entgelttarifvertrag, sagte der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Sebastian Krebs am Dienstag im WDR-Hörfunk. Die Arbeitgeber diktierten Bezahlung und Arbeitszeiten. Das sei ein "vordemokratischer" Zustand.

Neben der Hauptforderung nach einem eigenen Tarifvertrag kritisiert die GEW erhebliche Einkommensnachteile der angestellten Lehrer. Sie erhielten bei gleicher Qualifikation, Tätigkeit und Dienst in derselben Schulform zwischen 100 und 590 Euro netto im Monat weniger, als ihre verbeamteten Kollegen.

"Von einer Gleichbezahlung sind wir noch weit entfernt", sagte Krebs. Selbst bei einem Tarifvertrag "würde der Gehaltsunterschied immer noch bestehenbleiben".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Angestellte Lehrer streiken in Düsseldorf

(dpa)