Stolberg: Polizei ermittelt - keine Hinweise auf illegales Autorennen

Unfall mit fünf Toten bei Aachen : „Derzeit keine Hinweise auf illegales Autorennen“

Fünf Menschen sind bei einem Unfall in Stolberg bei Aachen ums Leben gekommen. In den sozialen Medien gab es nun Hinweise, der junge Unfallfahrer habe sich ein illegales Rennen mit einem weiteren Fahrer geliefert.

Nach dem Unfall mit fünf Toten in Stolberg bei Aachen kurz vor Weihnachten laufen die Ermittlungen der Polizei weiter. „Die Zeugenbefragungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagte ein Sprecher am Montag. Geprüft werde auch, ob dem schweren Unfall ein illegales Autorennen vorausgegangen sei. „Das wird in den sozialen Medien erwähnt.“ Bislang gebe es aber keine Hinweise von Zeugen auf ein solches Rennen.

Der Unfallfahrer, ein 20-Jähriger aus Herzogenrath, war mit seinem BMW zwei Tage vor Heiligabend deutlich zu schnell auf der Würselener Straße von Stolberg in Richtung Verlautenheide unterwegs. Zugelassen sind dort 70 Stundenkilometer. In Höhe der Unfallstelle wollte der Fahrer des BMW offensichtlich eine Radaranlage umfahren, um einer Auslösung zu entgehen. Deshalb wechselte er auf die Gegenfahrspur.

Zu genau diesem Zeitpunkt kam ihm ein Opel Astra entgegen. Entweder saß ein 17-Jähriger im Rahmen des begleitenden Fahrens am Steuer oder dessen Mutter. Auf ihrer Fahrspur kam ihnen der BMW entgegen. Um nicht mit ihm zusammenzustoßen, lenkte der Fahrer oder die Fahrerin des Astra nach links. In diesem Moment zog der 20-Jährige BMW-Fahrer das Auto wieder auf die rechte Spur. Die beiden Autos stießen frontal zusammen.

In dem Astra starben alle drei Insassen, neben dem 17-Jährigen und der Mutter auch die 16-jährige Schwester. Im BMW starb eine 21-jährige Mitfahrerin aus Alsdorf. Seinen Verletzungen erlag zwei Tage später ein weiterer, 22-jähriger Mitfahrer. Der Fahrer selbst und eine 20-Jährige Mitfahrerin aus Aachen kamen schwer verletzt in Krankenhäuser. Ihr Gesundheitszustand ist inzwischen stabil, wie der Polizeisprecher sagte.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den 20-Jährigen.

(hsr/dpa)
Mehr von RP ONLINE