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Steinbachtalsperre Euskirchen: So ist die aktuelle Lage am Staudamm - Weitere Evakuierung nicht mehr geplant

Ortschaften bei Euskirchen gefährdet : Situation an Steinbachtalsperre bleibt kritisch

Der Wasserstand der Steinbachtalsperre sinkt nicht so schnell wie erwartet. Die Einsatzkräfte hatten am Samstag noch mit einer Zweidrittel-Entleerung am Sonntagnachmittag gerechnet. Das verzögert sich nun aber.

An der Steinbachtalsperre bei Euskirchen bleibt die Lage kritisch. Einsatzkräfte lassen zwar über den Ablauf am Grund und über Pumpen Wasser ab. Das gehe aber nicht so schnell wie gedacht, teilt die Bezirksregierung Köln mit. „Die für eine endgültige Entwarnung erforderliche Zwei-Drittel-Entleerung kann jedoch vermutlich nicht wie ursprünglich prognostiziert morgen (Sonntag) Nachmittag erreicht werden“, heißt es. Weitere Evakuierungen seien nun aber nicht mehr geplant.

Eine erneute Bewertung sei für den Sonntag geplant. Dann wollen sich die Verantwortlichen des Kreises Euskirchen, der Stadt Euskirchen, des Rhein-Sieg-Kreises und des Betreibers austauschen. Die Lage bleibe angespannt.

Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Talsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz waren evakuiert worden. Der Kreis hatte die Bewohner am Freitag gewarnt, in die Häuser zurückzukehren. „Wenn Sie Ihr Zuhause noch nicht verlassen haben, tun Sie dies unbedingt“, hieß es in der Mitteilung.

Die Polizei im nordrhein-westfälischen Euskirchen hat Neugierige davor gewarnt, in die Hochwassergebiete zu kommen. Zudem sollten Privatleute keine Drohnen über Einsatzgebieten von Polizei und Rettungsdienst fliegen lassen. „Sie behindern dadurch die Drohnen der Rettungskräfte!“, schrieb die Polizei, die unter anderem für das Gebiet an der bedrohten Steinbachtalsperre zuständig ist, auf Twitter. Zudem sei der Drohneneinsatz unzulässig und stelle eine Ordnungswidrigkeit dar.

(chal/felt/dpa)