Stau in NRW: In Bonn stehen Autofahrer am längsten

Zahlen zu 2018 veröffentlicht: Düsseldorfer stehen mehr als vier Tage lang im Stau

So viel stehen die deutschen Autofahrer in Städten im Stau

Bonner Autofahrer verbringen pro Jahr in NRW die meisten Stunden im Stau. Das ergab eine Verkehrsstudie. Deutschlandweiter Spitzenreiter ist Berlin, auch Düsseldorf und Köln belegen Plätze in den Top Ten.

Bonner Autofahrer stehen einer Studie zufolge in Nordrhein-Westfalen am längsten im Stau - durchschnittlich 104 Stunden im vergangenen Jahr. In anderen deutschen Städten war es allerdings noch schlimmer: In Berlin waren es 154 Stunden und im Durchschnitt der „Top Ten“ gut 120 Stunden. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Verkehrsinformationsanbieters Inrix hervor.

Bonn belegt darin bundesweit Platz 8, gefolgt von Düsseldorf (100 Staustunden) und Köln (99). In Köln liegt der Studie zufolge einer der am dichtesten befahrenen Straßenabschnitte Deutschlands: Es ist das innerstädtische Kreuz B/55/B9 von der Roonstraße bis zur Turiner Straße.

Zu Staus gibt es unterschiedliche Statistiken. Der Autofahrerverein ADAC etwa untersucht die Staulängen auf Autobahnen. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW ist demnach am stärksten belastet. Das Unternehmen Inrix dagegen hat Städte im Blick und dort alle Straßen. Die Daten kommen von Autoherstellern und Verkehrsbehörden. Verglichen wird die durchschnittliche Fahrtdauer mit der schnellstmöglichen Verbindung.

Inrix erfasste 2018 anders als in den Vorjahren nicht nur die Zeit, die Autofahrer im Stau verbrachten, sondern auch die Zeit in zähfließendem Verkehr. Dadurch erhöhte sich der durchschnittliche Zeitverlust gegenüber 2017 deutlich. Auf vergleichbarer Basis gerechnet sei die Belastung aber gesunken, betonte das Institut.

Hier kommen Sie zu unserer interaktiven Karte: So schnell dürfen Sie auf den Autobahnen in NRW fahren.

(cpas/dpa)
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