Starke Gewitter stören letzte Nacht den Bahnverkehr in NRW

Wetterumschwung: Starke Gewitter stören Bahnverkehr in NRW

Gewitter mit Sturmböen haben am Sonntag den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen behindert. Bei Stommeln (Rhein-Erft-Kreis) kollidierte ein Zug mit einem umgestürzten Baum. Schäden gab es auch im Raum Leverkusen. Bei Aachen warteten Züge in den Bahnhöfen, bis das Gewitter durchgezogen war.

Unwetter mit Sturmböen haben am Sonntag den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen behindert. Auch in der Nacht zu Montag zogen Gewitter und starker Regen über die Region.

Die heftigen Gewitter waren am Sonntagnachmittag über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Mehrfach gab es Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für bestimmte Regionen. Am frühen Abend galten die Warnungen für Paderborn und Höxter. Der Landesleitstelle der Polizei waren bis zum Abend zunächst keine größeren Schäden bekannt geworden.

Bei Stommeln (Rhein-Erft-Kreis) kollidierte ein Zug mit einem umgestürzten Baum. Schäden gab es auch im Raum Leverkusen. Bei Aachen warteten Züge in den Bahnhöfen, bis das Gewitter durchgezogen war. Verletzt wurde niemand, wie die Deutsche Bahn in Berlin mitteilte, aber es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

In Solingen schlug ein Blitz in einen Baum ein und entzündete ihn. Das Feuer breitete sich auf andere Bäume und Hecken und schließlich auf eine Gartenlaube aus. Insgesamt 45 Feuerwehrleute konnten eine Ausbreitung des Brandes auf weitere Gebäude verhindern. Bei den Löscharbeiten wurden auch Flüssiggasflaschen entdeckt. Sie wurden geborgen und anschließend gekühlt, wie die Feuerwehr Wuppertal mitteilte.

Auch rund um das Kölner Stadion gab es vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Schalke 04 ein kräftiges Gewitter. Nach Angaben des FC wurden im Umkreis von zwei Kilometern 40 Blitzeinschläge notiert, einer davon direkt auf den Vorwiesen der Kölner WM-Arena. Verletzt wurde niemand.

  • Zweithöchste Stufe : Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern in NRW

Kurz vor der Wetterwende hatte der Extrem-April noch einmal voll aufgedreht. Im Südwesten erlebten die Menschen am Sonntag Temperaturen von nahezu 30 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst am Abend mitteilte. Das waren 18 Grad mehr als in Boltenhagen an der Ostsee, wo maximal 11,8 Grad gemessen wurden.

In Ohlsbach (Baden-Württemberg) maß der Wetterdienst am Sonntag mit 29,9 Grad den höchsten Wert, wie Christian Throm vom DWD sagte. In Waghäusel-Kirrlach war es mit 29,8 Grad ähnlich warm. Das sei schon "relativ heiß" für die Jahreszeit, meinte Throm. In Andernach bei Koblenz wurden 29,2 Grad gemessen. Etwas rheinabwärts am Flughafen Köln-Bonn waren es 28,2 Grad Celsius, ebenso in Lingen im Emsland.

In der Nacht sollten die Schauer und Gewitter den Osten erreichen. Dort und im Süden sollten sie sich auch am Montag halten. Im Norden kommen die Höchstwerte nicht über 15 Grad hinaus, im Süden steigen sie auf 24 Grad. Am Dienstag fällt in der Nordhälfte schauerartiger Regen, vereinzelt gibt es auch Gewitter. Südlich des Mains können sich die Menschen dagegen über längeren Sonnenschein freuen. Die Höchsttemperaturen liegen je nach Sonnenscheindauer zwischen 13 Grad im Norden und 25 Grad in Süden.

Ähnlich bleibt die Lage laut DWD-Vorhersage am Mittwoch. Im Norden und in der Mitte ist es stark bewölkt oder bedeckt, teilweise regnet es länger. Im Süden ist es zunächst trocken, doch kommen Schauer und vereinzelt auch Gewitter auf. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen elf Grad an der See und 24 Grad im Süden und Südosten.

(felt)
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