Nach dem Unwetter über NRW: Stadt Essen bittet Bundeswehr um Unterstützung

Nach dem Unwetter über NRW : Stadt Essen bittet Bundeswehr um Unterstützung

Nach dem schweren Unwetter, das Anfang der Woche in NRW gewütet hat, hat nun auch die Stadt Essen die Bundeswehr gebeten, sie bei den Aufräumarbeiten zu unterstützen. Am Donnerstag waren bereits Soldaten und Panzer in der Landeshauptstadt Düsseldorf eingetroffen.

"In der Stadt sind immer noch Straßen gesperrt", sagte am Freitag Feuerwehrsprecher Mike Filzen. Hilfe sei vor allem am Baldeneysee gefragt. Es sei eine entsprechende Anforderung an die Bundeswehr gestellt worden. Ob und wann Soldaten die 800 Helfer in der Stadt unterstützten könnten, sei noch nicht klar. In Düsseldorf räumten am Freitag 300 Pioniere mit Panzerunterstützung entwurzelte Bäume aus dem Weg. Der Einsatz soll am Wochenende fortgesetzt werden.

Unterstützung aus zahlreichen NRW-Städten reicht nicht

Wie die Stadt Essen mitteilte, hatte die Feuerwehr unmittelbar nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Schäden, die Sturmtief "Ela" hinterlassen hat, Unterstützung bei der Bezirksregierung angefordert. Daraufhin wurden täglich Bereitschaftseinheiten der Feuerwehren aus allen Teilen des Landes nach Essen entsendet — pro Tag kamen etwa 300 Mann.

In den vergangenen Tagen waren vor allem Drehleitern, Hubrettungsbühnen und Autokräne gefragt, da Arbeiten an Bäumen und Hausdächern in großer Höhe ausgeführt wurden. Inzwischen haben die Einsatzkräfte mehr als 2 400 Einsätze abgearbeitet. Täglich waren rund 800 Einsatzkräfte in Essen unterwegs.

Trotz dieses hohen Engagements ist es nun offenbar nötig geworden, auch die Bundeswehr um Hilfe zu bitten. Grund dafür ist, das an einigen Orten in Essen die Gefahrenabwehr noch akut ist, so die Feuerwehr. Zu diesen Stellen zählt zum Beispiel das Ufer des Baldeneysees.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kreis Heinsberg: Feuerwehrleute helfen bei Aufräumarbeiten in Essen

(lnw)
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