Verkehr in NRW Zwei Spuren der A1 noch bis Mitternacht gesperrt

Düsseldorf · Auf mehreren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen brauchten Autofahrer am Donnerstagmorgen Geduld: Wegen Aufräumarbeiten nach Lkw-Unfällen blieben die A1, die A4 und die A30 mehrere Stunden teilweise voll gesperrt.

 Im Berufsverkehr staut es sich auf den Autobahnen in NRW (Archivbild).

Im Berufsverkehr staut es sich auf den Autobahnen in NRW (Archivbild).

Foto: dpa/Henning Kaiser

Der Verkehr staute sich am Donnerstagmorgen auf mehreren Kilometern Länge. Auf der A4 bei Aachen war Mittwochabend ein Lkw-Anhänger in Brand geraten. Dabei liefen nach Polizeiangaben erhebliche Mengen Diesel aus. Die Reinigungsarbeiten seien aufwendiger als gedacht. Die Autobahn bleibe deshalb in Richtung Köln weiter gesperrt. Aktuell (Stand: 11 Uhr) gibt es zwischen Aachen-Zentrum und Kreuz Aachen 6 Kilometer Stau. Warum der mit Holz beladene Sattelauflieger Feuer fing, war zunächst unklar. Verletzt wurde niemand.

Derweil halten die Folgen eines Verkehrsunfalls am Mittwochabend (21.09.2022) auf der Autobahn 1 bei Schwerte in Richtung Münster weiter an. Aktuell (Stand: 11 Uhr) staut sich der Verkehr auf 15 Kilometer Länge zurück.

Der 51-jährige Fahrer eines 40-Tonners erkannte am Mittwoch gegen 18 Uhr einen verkehrsbedingt langsam vorausfahrenden Lkw zu spät. Der Fahrer aus Velbert versuchte noch auszuweichen, erfasste den Lkw (ebenfalls ein 40-Tonner) jedoch.

Im Führerhaus des Transporters aus Warschau bildete sich aus derzeit unbekannter Ursache starker Rauch. Die kurz darauf erkennbaren Flammen griffen auf den gesamten mit unter anderem Waschmittel beladenen Lkw über. Dieser brannte komplett aus.

Die Polizei sperrte die A1 in Richtung Münster und Richtung Köln während der Lösch- und Bergungsarbeiten.

Da die bei dem Lkw-Brand entstandenen hohen Temperaturen den Asphalt beschädigten, sind zwei Spuren der A1 in Richtung Münster noch bis voraussichtlich Mitternacht gesperrt.

Der Fahrer aus Velbert sowie der aus Smila (Ukraine) stammende Fahrer des ausgebrannten Lkw blieben unverletzt.

Kurz vor 20 Uhr meldete sich ein Mann der Polizei. Er stand mit seiner schwangeren Frau im Stau auf der A1. Die Frau hatte bereits Wehen. Die Polizei sorgte dafür, dass die werdenden Eltern die Autobahn schnellstmöglich verlassen konnten.

Im Rückstau legten sich einige Lkw-Fahrer schlafen. Sie wurden geweckt und angewiesen, die Fahrt fortzusetzen.

Auf der A30 Osnabrück Richtung Rheine ist wegen Bergungs- und Reinigungsarbeiten zurzeit nur ein Fahrstreifen frei. Aktuell (Stand: 11 Uhr) gibt es 15 Kilometer Stau und stockenden Verkehr zwischen Ibbenbüren und Rheine-Nord. Ein 58-Jähriger war laut Polizei aus unbekannten Gründen bei einer Baustelle mit seinem Sattelzug von der Fahrbahn abgekommen und hatte die provisorische Mittelschutzplanke gerammt. Dabei wurden Tank und Ölwanne des Lkw aufgerissen. Der Diesel lief aus, die Leitplanke wurde aus der Verankerung gerissen.

(top/dpa)
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