Sperrung der Bahn-Strecke Duisburg-Essen läuft fast reibungslos

Sperrung der Bahnstrecke Duisburg-Essen : Start der Herbstbaustellen läuft fast reibungslos

Die Deutsche Bahn nutzt die Herbstferien für Bauarbeiten an der Strecke Duisburg-Essen. Pendler mussten sich auf Umleitungen, Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Überraschenderweise lief es am ersten Montag fast reibungslos, sagt ein Bahnsprecher. Mit einer Ausnahme.

Umleitungen, Zugausfälle und Verspätungen stellen für erfahrene Pendler offenbar keine größeren Hürden mehr da. „Die Erfahrungen zeigen, dass sich die Pendler gut auf solche Situationen einstellen und auch sofort zu den Ersatzbussen laufen“, sagte ein Bahnsprecher am Montagmorgen. Es ist der erste Werktag seit Beginn der Herbstbaustellen der Deutschen Bahn am vergangenen Freitag. Die Hauptstrecke zwischen Essen und Duisburg soll noch bis zum 29. Oktober um 4 Uhr voll gesperrt bleiben.

„Es lief soweit alles reibungslos“, berichtet ein Sprecher der Deutschen Bahn. „Zwar fragen einige Pendler nach, von wo aus die Ersatzbusse abfahren.“ Das befürchtete Bahnchaos blieb jedoch aus. Es habe nur minimale Verspätungen gegeben. „Heute Morgen waren nicht so viele Leute unterwegs. Wir hoffen, dass auch der Nachmittag gut läuft, wenn der Berufsverkehr einsetzt“, sagte der Bahnsprecher. Notfalls stünden für einige Strecken weitere Ersatzbusse parat.

Eine Ausnahme jedoch gab es, die mit der Streckensperrung aber nichts zu tun hatte: Aufgrund einer Signalstörung bei Hilden kam es zu Verzögerungen auf der Linie S 1. Die Störung sei jedoch wieder behoben.

Während der Herbstferien verlegt die Bahn unter anderem neue Kabel für das neue elektronische Stellwerk in Duisburg. Als Vorbereitung für den Rhein-Ruhr-Express RRX werden neue Weichen eingebaut, damit Züge leichter zwischen Fernbahn- und S-Bahn-Gleisen wechseln können. Am Mülheimer Hauptbahnhof werden Bahnsteigkanten umgebaut, der Bahnhof Mülheim-Styrum wird modernisiert. Die Stadt Mülheim und die Bahn reißen in dieser Zeit außerdem eine alte Straßenbrücke über der Strecke ab.

Und so geht es in den kommenden Tagen weiter:

Im Regionalverkehr werden die Züge der Linien RE 1 und RE 6 zwischen Dortmund und Duisburg umgeleitet und halten nicht in Bochum, Wattenscheid, Essen und Mülheim. Stattdessen werden Herne, Gelsenkirchen und Essen-Altenessen bedient. RE 1-Züge halten auch in Oberhausen.

Züge der Linien RE 2 und RE 11 fallen zwischen Essen und Düsseldorf aus, RE 42-Züge zwischen Essen und Duisburg. Wie schon an Ostern pendeln Tag und Nacht Expressbusse zwischen Duisburg und Essen, die nur in Mülheim halten. Die S 1 fällt zwischen Essen und Duisburg aus, die S 3 zwischen Essen und Oberhausen. Als Ersatz fahren Busse. Anders als bei der Ostersperrung fährt die S 6 wieder zwischen Essen und Düsseldorf. Planmäßig verkehren auch die Linien S 9 und RE 14.

Fernzüge werden vor allem über Gelsenkirchen umgeleitet und halten nicht in Bochum, Essen und Mülheim. Einige Intercity-Züge fahren über die „Wupperschiene“ ohne Halt von Dortmund nach Köln. Halte in Duisburg und Düsseldorf fallen weg.

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