Sommer 2018: Foto von Alexander Gerst von der ISS zeigt Dürre in NRW

“Schockierender Anblick” : Foto von Alexander Gerst zeigt Folgen der Dürre im Rheinland

Die Dürre der vergangenen Wochen hat Spuren in NRW hinterlassen. Auf einem Foto von Alexander Gerst sind sie deutlich zu erkennen - das Bild hat er im Weltall gemacht, in einer Entfernung von 400 Kilometern zur Erde.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst veröffentlichte das Foto am Montagabend auf Twitter. Das Bild zeigt Nordrhein-Westfalen, aufgenommen aus dem Weltall. Man sieht den Rhein, auch Düsseldorf, Köln und Bonn. Die Tagebaue Altdorf, Etzweiler und Garzweiler sind ebenfalls zu erkennen. Drumherum liegen viele kleine Felder. Einige sind grün, viele aber braun. Anderswo in Deutschland und Europa sieht es kaum besser aus, wie ein zweites Bild von Gerst zeigt. „Schockierender Anblick“, schreibt der 42-jährige Astronaut dazu. „Alles vertrocknet und braun, was eigentlich grün sein sollte.“

Hintergrund ist die Dürre der vergangenen Monaten. Noch nie ist zwischen April und Juli bundesweit so wenig Regen gefallen wie in diesem Jahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Landwirte befürchten deshalb Ernteeinbußen. Aber nicht nur auf den Feldern, sondern auch in den Wäldern sind die Folgen der Trockenheit zu sehen. (alle Infos zur Hitzewelle bei uns im Liveblog).

Gerst ist seit Juni auf der Internationalen Raumstation (ISS). Der Geophysiker soll dort bis Dezember leben und forschen. Regelmäßig twittert er aus dem Weltraum und veröffentlicht Fotos aus dem Weltraum - er ist seine Sicht auf die so schöne wie gefährdete Erde.

(wer)