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Soll Akten manipuliert haben: Amtsrichterin legt vor Gericht in Hagen Teilgeständnis ab

Soll Akten manipuliert haben : Amtsrichterin legt vor Gericht in Hagen Teilgeständnis ab

Eine Richterin am Amtsgericht Lüdenscheid soll Protokolle gefälscht und Akten vor der Justiz versteckt haben. Jetzt steht sie unter anderem wegen Rechtsbeugung vor Gericht – und spricht von einer „Blockade“.

Gefälschte Verhandlungsprotokolle, rückdatierte Urteile und Akten, die zu Hause im Keller versteckt wurden: Schwere Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft Hagen gegen eine Richterin am Amtsgericht Lüdenscheid. Seit Dienstag muss sich die 37 Jahre alte Juristin unter anderem wegen Rechtsbeugung und Urkundenfälschung vor dem Hagener Landgericht verantworten.

Zu Prozessbeginn legte die Angeklagte ein Teilgeständnis ab. Sie räumte ein, ab 2018 mehrere Strafsachen oder familienrechtliche Angelegenheiten irgendwann einfach nicht mehr bearbeitet zu haben. Stattdessen habe sie die Akten einfach mit nach Hause genommen und schließlich im Keller in einem Umzugskarton gelagert. „Ich hatte eine totale Blockade, konnte an diesen Akten einfach nicht mehr arbeiten“, sagte die Richterin. Sie habe aber niemals jemandem schaden wollen und sich über die Konsequenzen ihres Handels einfach keine Gedanken gemacht. Der Prozess soll noch bis Mitte November dauern.

(bora/dpa)