Andrang zum Jahreswechsel 2022 Böllerverbotszonen an Silvester in mehreren NRW-Großstädten

Düsseldorf · In einigen Städten in NRW werden für die Silvesternacht aus Sicherheitsgründen Böllerverbotszonen eingerichtet. In Köln, Düsseldorf, Bielefeld und Dortmund etwa dürfen zum Jahreswechsel Feuerwerkskörper nur außerhalb der Sperrzonen gezündet werden.

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Dadurch solle es weniger Verletzungen geben und weniger Menschen würden durch unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern gefährdet, hieß es zuletzt von der Stadt Düsseldorf.

Die Städte erwarten zur Silvesternacht großen Andrang und viele Besucher in der Innenstadt. So soll das Ordnungsamt in Düsseldorf zum Jahreswechsel mit mehr Personal im Einsatz sein. Auch in Köln wird mit einem Andrang wie vor der Pandemie gerechnet. Die Polizei teilte vorab mit, in der Silvesternacht allein in der Domstadt mit mehreren Hundert Kräften im Dienst zu sein. Zusätzliches Personal auf den Wachen und in der Bereitschaft stehe bereit und könne auch das Ordnungsamt unterstützen, die Einhaltung der Regeln durchzusetzen.

Konkret gibt es in Düsseldorf zum Jahreswechsel ein Mitführ- und Abbrennverbot für Feuerwerkskörper in der kompletten Altstadt, wie eine Sprecherin der Landeshauptstadt sagte. Ab 20.00 Uhr am 31. Dezember bis um 6.00 Uhr am Neujahrstag werde die Beschränkung gelten. Verboten sei „typisches Silvesterfeuerwerk für Erwachsene“, erlaubt blieben sogenanntes Jugendfeuerwerk wie Wunderkerzen oder Bodenfeuerwirbel.

Die feuerwerksfreie Zone in Köln werde rund um den Dom von Silvester, 18.00 Uhr, bis zum 01. Januar um 5.00 Uhr eingerichtet. Zwischen 22.00 und 2.00 Uhr werde der feuerwerksfreie Bereich auf weitere Teile der Innenstadt ausgeweitet.

Ebenso sollen in Bielefeld bestimmte Bereiche gesperrt werden: Stadt und Polizei erklärten den engeren Bereich der Sparrenburg und am Boulevard für die Silvesternacht zur „böllerfreien Zone“. In Dortmund wird mit Böllerverbotszonen im Bereich Alter Markt und Reinoldi-Kirche und am Hauptbahnhof geplant. Und auch die Stadt Aachen hat für Silvester erneut eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der das Feuerwerk in der Innenstadt massiv eingeschränkt wird.

Beispielsweise in Essen, Münster, Bochum, Duisburg, Wuppertal und Bonn wurde bislang auf allgemein geltende Regeln zur Nutzung von Feuerwerk verwiesen und die Städte planten keine Verbotszonen - man setze aber auch auf freiwilligen Verzicht und Vernunft, hieß es.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bekräftigte unterdessen die Forderung zum vorsichtigen Umgang mit Feuerwerk. „Jeder kann hier seinen persönlichen Beitrag leisten, das ohnehin gestresste Gesundheitswesen nicht unnötig weiter zu belasten“, sagte er laut Mitteilung. Besonders wichtig sei es, darauf zu achten, nur geprüftes Feuerwerk zu benutzen.

(dpa)