Silvester 2018: Menschen in NRW feiern Jahreswechsel - Polizei im Großeinsatz

Wetter, Partys, Böller, Sicherheit: So feiern die Menschen in NRW den Jahreswechsel

Mit Feuerwerk und Sekt begrüßen die Menschen in NRW am Abend das Jahr 2019. Damit es überall fröhlich und friedlich bleibt, ist die Polizei im Großeinsatz. Das Wetter wird eher trüb – aber wohl trocken.

Glitzernde Raketen, ohrenbetäubende Böller - und ein Großeinsatz für die Polizei: 5500 Beamte sollen in diesem Jahr dafür sorgen, dass die Feiern zum Jahreswechsel in Nordrhein-Westfalen friedlich bleiben. Auch Krankenhäuser und die Feuerwehren haben ihre Besetzung verstärkt. Allerdings könnte das Wetter dafür sorgen, dass die Party unter freiem Himmel schneller zu Ende ist als üblich: Der Deutsche Wetterdienst erwarten in NRW eine neblige Silvesternacht, mit Regen sei aber nicht zu rechnen.

Besonders in den Party-Städten Düsseldorf und Köln fahren die Einsatzkräfte die Sicherheitsmaßnahmen hoch. Landesweit sind mehr als doppelt so viele Beamte wie an normalen Wochenenden im Einsatz. Städte wie Düsseldorf und Dortmund haben Böllerverbote für Teile der Innenstadt erlassen. Einige Plätze, an denen es immer wieder zu gewalttätigen Zwischenfällen gekommen war, werden hell ausgeleuchtet, um erst gar keine Feierstimmung aufkommen zu lassen.

„Die NRW-Polizei tut alles, damit sich so etwas wie ‎die Kölner Silvesternacht nicht wiederholt“, sagt Innenminister Herbert Reul (CDU). An Silvester 2015/16 waren rund um den Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen sexuell bedrängt und bestohlen worden. Im vergangenen Jahr haben sich diese Maßnahmen bereits bewährt: Es blieb weitgehend friedlich. Reul betonte aber auch: „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit.“

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Da, wo geböllert werden darf, warnen die Behörden vor einem sorglosen Umgang mit Pyrotechnik und vor allem vor illegalen Feuerwerkskörpern aus dem Ausland. „Obwohl in Europa nur zugelassenes Feuerwerk verkauft und abgebrannt werden darf, bieten Internethändler in den letzten Jahren zunehmend illegale Feuerwerkskörper an“, warnt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Deshalb erwartet er auch in diesem Jahr wieder massenweise illegale Böller und Raketen.

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 7000 verbotene Feuerwerkskörper sichergestellt - 2016 waren es noch rund 2800. Dies gehe vor allem auf einzelne Großfunde zurück, sagte Heike Sennewald, die Sprecherin des Zollfahndungsamts Essen. Für 2018 zeichne sich ein weiterer Anstieg ab. An manchen Orten, wie rund um den Dom in Köln und in der Düsseldorfer Altstadt, gibt es ein Böller-Verbot. Das wird auch kontrolliert.

Probleme gibt es Jahr für Jahr auch durch Feinstaub, der durch das Abfeuern von Pyrotechnik entsteht. Am Neujahrstag ist die Feinstaubbelastung vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. Laut Bundesumweltamt werden in der letzten Nacht des Jahres rund 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Diese Menge entspricht in etwa 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.

Schon eine halbe Stunde nach Mitternacht schicken viele Städte dann die Reinigungsbetriebe los. Für das Aufräumen nach der Party sind bei den meisten Städten zusätzliche Schichten bei den Abfall- und Reinigungsbetrieben eingeplant, wie eine Umfrage ergab. Allein in Düsseldorf kommen dabei erfahrungsgemäß 80.000 bis 100.000 Liter Müll zusammen. Vor allem große Abschussbatterien und Raketenreste sollten die Feiernden nach Möglichkeit selbst einsammeln, appelliert ein Sprecher. „Die blockieren gerne die Ansaugrohre der Kehrmaschinen.“

(dpa)
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