Sicherheitslage in NRW Weihnachtsmärkte meiden? Auf gar keinen Fall!

Meinung | Düsseldorf · Wegen der aktuellen Weltlage ist die Gefahr von Anschlägen so hoch ist wie schon lange nicht mehr. Doch auch wenn es eine absolute Sicherheit nicht geben kann, ist es wichtig, dass wir Weihnachtsmärkte jetzt nicht meiden.

Glaskugeln hängen auf dem Kölner Weihnachtsmarkt an einem Stand.

Glaskugeln hängen auf dem Kölner Weihnachtsmarkt an einem Stand.

Foto: dpa/Oliver Berg

Poller als Schutz an den Zufahrten, weiträumige Absperrungen, uniformierte Fußstreifen, zivile Fahnder und viele verdeckte polizeiliche Maßnahmen im Hintergrund, von denen die Öffentlichkeit nichts mitbekommt: Die Sicherheitsmaßnahmen auf den Weihnachtsmärkten in Nordrhein-Westfalen sind in diesem Jahr aufgrund der angespannten Sicherheitslage besonders hoch. Wie wichtig und richtig diese Anstrengungen sind, zeigt der mutmaßlich geplante Anschlag auf einen Leverkusener Weihnachtsmarkt, den zwei Minderjährige geplant haben sollen.

Dennoch gilt: Absolute Sicherheit wird es trotzdem nicht geben – und kann es auch nicht geben. Die Sicherheitsorgane weisen in diesen Tagen nicht umsonst darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Weltlage die Gefahr von Anschlägen so hoch ist wie schon lange nicht mehr. Rund 185 islamistische Gefährder gibt es allein in NRW, von denen ein potenzielles Risiko ausgeht; hinzu kommt eine Vielzahl junger Menschen, die sich aufgrund des Nahost-Konflikts spontan radikalisieren können. Eine Gefahr, die nicht nur abstrakt, sondern auch konkret ist, wie der Fall in Leverkusen und die Festnahme eines Gefährders in Duisburg vor wenigen Wochen zeigt, der geplant haben soll, einen Anschlag auf eine israelische Veranstaltung zu verüben.

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Aber soll man deshalb in Angst leben und die Weihnachtsmärkte meiden? Nein. Es spricht trotz der verschärften Sicherheitslage nichts dagegen, die Weihnachtsmärkte auch weiterhin zu besuchen, zumal die Polizei sie bestmöglich schützt. Andernfalls hätten die Terroristen erreicht, was sie mit ihren Anschlagsplänen und Drohungen bezwecken.

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