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Schule und Corona: 162.000 Erstklässler in NRW eingeschult

Zweiter Tag nach den Ferien : Corona-Fälle an mindestens vier Schulen der Region

Erster Schultag mit Schultüte, großen Erwartungen - und Mund-Nasen-Schutz: Unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie sind am Donnerstag rund 162.000 Erstklässler in Nordrhein-Westfalen eingeschult worden.

Bei den traditionellen Einschulungsfeiern gab es dabei je nach Schule erhebliche Einschränkungen. So konnte an einigen Schulen mit Rücksicht auf die Pandemie nur ein Elternteil dabei sein oder Großeltern und Verwandte mussten zu Hause bleiben. Die Kinder dürfen ihre Maske nur an ihrem Platz im Klassenzimmer ablegen - eine besondere Herausforderung für die Kinder und ihre Lehrer.

In der Viktoria-Grundschule in Grevenbroich fanden die Feierlichkeiten für die Einschulung der Idötzchen auf dem Schulhof statt. Die Eltern und Schüler durften sich jeweils auf einen Hula-Hoop-Reifen stellen, sodass für genügend Abstand gesorgt war. Um jedes Gedränge zu vermeiden, hatte Schulleiterin Gabriele Held den Schulstart gleich mehrfach gesplittet. Die drei Klassen begannen ihren ersten Schultag um 8 Uhr, 8.15 Uhr und 8.30 Uhr.

An der Viktoria-Grundschule in Grevenbroich mussten sich die Eltern und die Kinder in einen Hula-Hoop-Reifen stellen - so wurde genügend Abstand gewährleistet. Foto: Dirk Neubauer

Im Viersener Stadtteil Süchteln war bereits am Mittwoch eine Grundschule geschlossen worden, weil sich eine Lehrerin mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Da sie zuvor an der ersten Konferenz des Lehrerkollegiums teilgenommen hatte, sei vorsorglich das gesamte Personal unter Quarantäne gestellt worden. „Da ohne Lehrerinnen kein Unterricht mehr möglich ist, bleibt die Schule bis zum 24.8.2020 geschlossen“, hatte die Schule mitgeteilt.

In Rommerskirchen mussten eine Schulklasse und ihre Lehrerin am zweiten Tag nach den Ferien wieder nach Hause geschickt werden. Ein Schüler stand unter dem Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Ein Schüler, der zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrt war, sorgte in Neuss dafür, dass auch dort eine Klasse wieder geschlossen nach hause gehen musste. Alle betroffenen Schüler müssen jetzt vorsichtshalber für zwei Wochen in Quarantäne.

In der Elisabethschule in Essen fiel die Einschulung am Donnerstag ganz aus. Dort hatte sich eine Lehrerin mit dem Virus angesteckt. Sie geht zusammen mit vier Kollegen, die Kontakt mit ihr hatten, für 14 Tage in Quarantäne. Aus Mangel an Lehrkräften sei die Schule am Donnerstag geschlossen und die Einschulung auf Freitag verschoben worden, sagte ein Stadtsprecherin. Die Schule habe einen Vertretungsplan ausgearbeitet, für die Klassen 2 bis 4 soll der Unterricht in einer Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht (Hausaufgaben) fortgesetzt werden. Schüler seien von der Corona-Erkrankung nicht betroffen.

(dtm/dpa)